Kostenloser Virenschutz: Was sie wirklich taugen

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Viele kostenlose Antivirenprogramme sind eigentlich Werbeagenturen

Der Markt und die Qualität der kostenlosen Antivirentools hat sich in den letzten 10 Jahren sehr stark verändert. Einer der Gründe für den Wandel ist die Tatsache, dass Betriebssysteme und Browser wie Chrome bereits ausreichenden Schutz gegen Viren und Malware bieten.

Versionen von Windows haben mittlerweile Antivirensoftware eingebaut. Auch die Sicherheitseinstellungen von Browsern wie Chrome sind so ausgereift, dass Viren oder Malware kaum noch eine Chance haben. Welchem Mehrwert bieten daher heutzutage noch kostenlose Virenscanner?

Geschäftsmodell der kostenlosen Antivirenprogramme

Werbung ist das beliebteste Geschäftsmodell der kostenlosen Antiviren-Tools. Nach jedem Update wird Werbung eingeblendet, oder manchmal gar einfach so mitten drin.

Der heimische Rechner zu Hause wird dadurch zu einem rein werbegetriebenen Medium. Die kostenlosen Virus-Programme lassen sich ständig neue Gimmicks einfallen, um den Nutzer auf die Werbung aufmerksam zu machen. Oft wird dabei versucht weitere Software anzubieten. Irreführende Meldungen, der eigene PC sei gefährdet und weitere Sicherheitssoftware sei zu erwerben, sind keine Seltenheit. Es wird somit mit der Angst der Verbraucher gespielt – der PC sei angeblich unsicher.

Sind kostenlose Virenscanner selbst Malware?

Der installierte Virenscanner soll eigentlich vor Malware schützen – also jene Tools, die sich auf den PC einschleichen, um mit Werbung zu nerven. Stattdessen sind sie selbst zu reinen Werbetreiber geworden.

Dieser Widerspruch ist allerdings nicht das einzige Problem. Dadurch, dass die gesamte Strategie und somit die Software-Entwicklung solcher Virenscanner auf Werbung basiert, bleibt die echte Antiviren-Entwicklung auf der Strecke. Entwicklungsteams und Sicherheitsexperten werden in den Hintergrund gedrängt und verlieren ihre echte Existenzberechtigung in solchen Unternehmen. Die Sales- und Affiliate-Manager, die sich tagtäglich um neue Werbekunden kümmern, bekommen dadurch die Oberhand. Noch schlimmer: Einige Tools können nicht mal ohne weiteres deinstalliert werden. So manch kostenloses Antivirenprogramm ist somit auch noch selbst eine Art Malware. Der Nutzer muss sich mühsam in Internetforen durchlesen, um die Tipps und Tricks zu finden, um den angeblichen Virensschutz endgültig von seinem System wieder loszuwerden.

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Fake Updates

Die Entwicklung hat auch dazu geführt, dass die Werbeabteilungen der kostenlosen Virenhersteller den Programmierern sagen, was sie tun sollen.

Virenschutz-Updates werden nicht mehr dazu verwendet, um für echte Sicherheit zu sorgen, sondern dem Nutzer durch ständige Aktualisierungen nur noch ein Gefühl von Sicherheit zu geben.

Der Nutzer klickt eher auf einen Button, wenn die Antivirensoftware so tut, als würde es einen wichtigen Dienst erweisen. Die sofort danach erscheinende Werbung wird daher eher hingenommen. Diesen psychologischen Trick nutzen die Hersteller aus, um schließlich möglichst viele Updates durchzuführen. Je mehr Updates kommen, desto mehr Werbung wird eingeblendet und vom Verbraucher hingenommen. Und so passiert es, dass Aktualisierungen oft bröckchenweise stattfinden. So manch bekannter Virusschutz-Update, der hätte längst vorher übermittelt werden können, wird taktisch zurückgehalten. Resultat: Viele und ständig kleine Updates. Es geht nicht mehr um die Sicherheit des PCs, sondern um Werbung.

Kein echter Virenschutz?

Mittlerweile gehen die kostenlosen Virenscanner dazu über, immer weniger Geld in die Software-Entwicklung zu investieren.

Die meisten sind in den letzten Jahren zu gigantischen Werbeagenturen gewachsen, die sich hinter dem Deckmantel „Antivirenprogramm“ verstecken. Unter solchen Umständen leidet auch der echte Virenschutz darunter. Viele solcher Tools bieten keinen ausreichenden Schutz mehr.

Fazit

Das Stichwort für der bereits im Betriebssystem installierten und mitgelieferten Antiviren-Tools ist „ausreichend“.

Die Idee ist, dass der Rechner nach dem Einschalten zumindest einigermaßen sich ist und nicht direkt von Viren befallen wird. Wer den optimalen Schutz sucht, kommt um die echten kostenpflichtigen Virenscanner nicht mehr herum. Und wer hat gesagt, dass kostenpflichtige Tools teuer sind. Der kostenpflichtige McAfee AntiVirus Plus 2016 beispielsweise kostet gerade mal EUR 14,90 – und ist komplett werbefrei.

Die kostenlosen Antivirenprogramme haben aufgrund des hochkomplexen Marktes viel an Qualität nachgelassen. Die üblichen Verdächtigen, die einst sehr bekannt waren, halten noch an ihren Ruf fest und werden oft heute noch empfehlen. Die Qualität des Virenschutzes ist jedoch in den meisten Fällen stark zu bemängeln. Es lohnt sich daher auf jeden Fall ein Blick auf die kostenpflichtigen Antiviren-Tools zu werden. Aber auch der beste Virenkiller schützt natürlich nicht vor menschlichen Fehlern. Kostenpflichtig oder nicht, der Faktor Menschenverstand ist immer noch der beste Virenschutz.

Literaturangabe


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1 comment for “Kostenloser Virenschutz: Was sie wirklich taugen

  1. Elo
    November 7, 2017 at 10:33 am

    Virenschutzprogramme sind Betrug am Kunden.
    Eine Vierenschutzprogramm kann nur als echtes Schutzprogramm bezeichnet werden, wenn alle Schadprogramme zeitnah Bekannt gemacht werden und natürlich auch bekämnpft werden. Die Hersteller belügen jedoch vorsätzlich die Kunden, denn sie bekämpfen zum Beispiel den sogenannten Staatstrojaner nicht. Dadurch belügen und wenn Bezahlversion verkauft wird, betrügen sie vorsätzlich die Kunden.

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