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Was die Musikindustrie in den letzten Jahren erlebte, hat die Filmwirtschaft noch vor sich. Schon jetzt kann man einen Film in guter Qualität herunterladen und selbst auf eine DVD brennen.

Täglich bedienen sich unzählige Filmfans in den zahlreichen Tauschbörsen. Eine Spielfilmdatei ist jedoch weitaus größer als ein digitales Lied. Dementsprechend kann ein Download einige Stunden dauern. Nicht jeder ist bereit, diese Wartezeit in Kauf zu nehmen.

Die Versorgung mit schnellen Internetanschlüssen steigt jedoch stetig. Allein 2004 haben sich die weltweiten Umsätze gegenüber dem Vorjahr von 3,3 Milliarden Dollar auf 6,9 Milliarden Dollar verdoppelt. Bereits jetzt nutzen in einigen europäischen Ländern mehr private Nutzer Breitbandanschlüsse als klassische Internetverbindungen. Schnelle Internetverbindungen zum Download von großen Dateien sind damit deutlich auf dem Vormarsch. In Zukunft wird der Download eines Films nur noch so lange dauern wie der einer MP3-Datei heute. Die aktuellen Probleme der Filmwirtschaft könnten also erst der Anfang sein. Der Konsument, der das Prinzip des kostenlosen Herunterladens am Beispiel Musik längst verinnerlicht hat, wird auch hier nicht widerstehen können.

Es ist der Filmindustrie aus wirtschaftlicher Sicht zu wünschen, dass sie aus den Fehlern der Musikindustrie lernen wird. Werbekampagnen wie die der ZKM lassen aber vermuten, dass sie den Plattenfirmen nacheifern wird.




 

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