Der Film zur Szene

„Wie bei allen anderen Süchten, dachte ich, ich hätte alles unter Kontrolle.“ Protagonist Brian Sandro in dem Film The Scene

Das durchschnittliche Szenemitglied hat mehr als zwei Chatprogramme auf seinem Rechner installiert und chattet zwischen fünf und zehn Stunden am Tag. Verhandlungen und Freundschaften, Mitgliedschaften und Debatten finden in Online-Chats statt. Das Leben in der Szene spielt sich ausschließlich vor dem Bildschirm ab.

Bei Ermittlungen sind selbst die Polizeibehörden gezwungen, sich undercover in Chatrooms einzuschleichen, um dort unauffällig an Informationen zu gelangen. Hinter dieser auf den ersten Blick einseitig erscheinenden Cyberwelt verbergen sich spannende „Gangster“-Geschichten, Rasterfahndungen und Dramen, wie man sie gewöhnlich aus Hollywoodstreifen kennt.

Die amerikanische Marketingagentur Jun Group kam 2004 auf die Idee, die Storys rund um die Szene in einem dramatischen Film zu erzählen. Auf Grundlage einer spannenden Krimigeschichte, wie sie in der Szene immer wieder vorkommt, wurde ein Drehbuch verfasst. Da sich das gesamte Geschehen nur in Chaträumen abspielt, bestehen die Schauplätze aus Aufnahmen von Bildschirminhalten, auf denen sich die dramatische Geschichte einer Release Group lebendig „zusammenchattet“. Der Zuschauer sieht den gesamten Film aus der Perspektive eines vor dem Computer sitzenden Szenemitglieds. Nicht wenige ertappen sich dabei, wie sie unwillkürlich zur Maus greifen, um am Geschehen teilzuhaben.

Über sechs Millionen Downloads zählte Jun Group bereits mit dem außergewöhnlichen Episodenfilm, der frei zur Verfügung steht. Die Folgen von The Scene können auf welcometothescene.com kostenlos heruntergeladen werden.

Von Anfang an hält der Film die Zuschauer in Atem. Der Protagonist Brian Sandro ist Mitglied der Szenegruppe CPX, die Filme in der Szene releast. Aus finanzieller Not verkauft er Filme in den asiatischen Markt, bevor sie in der Szene erscheinen. Das Dilemma ist vorprogrammiert. Die Mitglieder seiner Gruppe schöpfen Verdacht, und schließlich muss Brian zumindest einem seiner Szenefreunde den Deal eingestehen. Dann findet Brian auch noch heraus, dass sein bester Freund vom FBI unter Druck gesetzt wird. Nach einem hektisch ausgetüftelten Plan lenkt Brian die Aufmerksamkeit des FBI schließlich ausgerechnet auf die asiatische Filmmafia. Deren Mitglieder schwören Rache. Doch Brian und seine Gruppe machen weiter, bis das Unvermeidliche immer näher rückt.


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