Konstruktive Destruktion

Erst aufschrauben, dann verbessern

Bürokratische Einrichtungen, vor allem staatliche Institutionen, stellen für Hacker eine Bedrohung dar. Ein offener Austausch und der Zugang zu freien Informationen sind nur gewährleistet, wenn keine Regeln und Beschränkungen sie behindern.

Der Hacker verbindet diese Ethik jedoch nur mit dem Computer. Eine anarchistische Einstellung gegenüber politischen Systemen steht nicht zwangsläufig im Vordergrund. Viele Programmierer, die in ihrem Tun mehr als nur einen Beruf sehen, sind wahre Enthusiasten. So wie ein Schriftsteller erklären würde, dass Schreiben ihn deswegen fasziniert, weil das Spiel mit Worten ihn erfüllt, so ist Programmieren für den Hacker ein Spiel mit Zahlen.

Bei der ersten Hackerkonferenz, die 1984 in San Francisco stattfand, definierte der damalige Apple-Mitarbeiter Burrell Smith einen Hacker als jemanden, der seiner Tätigkeit nicht gleichgültig, sondern mit Begeisterung nachgeht. Die Arbeit an der Technik muss dieser Definition nach nicht im Vordergrund stehen. Für Smith könnte man durchaus auch ein Handwerk wie Schreinern „Hacken“ nennen. Der Open-Source-Pionier Eric Raymond merkte 1999 an, dass man die Philosophie der Hacker in allen Bereichen des Lebens wiederfinden könne, so auch auf den höchsten Ebenen jeder Wissenschaft oder Kunst.

Die wichtigsten Elemente, die einen Hacker letztendlich zu seinem Tun antreiben, lassen sich in drei wichtige Bedürfnisse aufteilen:

  1. Demontage (das Bedürfnis, Dinge auseinanderzunehmen)
  2. Verbesserung (das Bedürfnis, Dinge zu verbessern)
  3. Kreation (das Bedürfnis, etwas Eigenes zu schaffen)

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