Von A bis §

„Das Gesetz ändert sich ständig. Diese Veränderung beeinflusst die Voraussetzungen, auf denen Kultur aufbaut; das sollte dich etwas angehen.“
Prof. Lawrence Lessig

Ein Schwarzkopierer muss für seine Taten nicht einmal den Schreibtisch verlassen. Auch wenn er sich in seiner Wohnung meist unbeobachtet und sicher fühlt, befindet er sich keineswegs im rechtsfreien Raum.

Verbreiter und Nutzer von Schwarzkopien stehen daher zwei wichtigen Instanzen gegenüber. Zum einen gibt es das Gesetz, das freies Kopieren von Filmen, Software oder Musik in den meisten Fällen verbietet. Zum anderen gibt es die Urheber, wie Plattenfirmen, Filmstudios und Softwareschmieden, die Schwarzkopierern schon vor Jahren den Krieg erklärt haben.
Neue Schreckenszahlen der Industrie vermitteln der Öffentlichkeit den Eindruck, Schwarzkopierer wären in der Lage, ganze Wirtschaftszweige in ihrer Existenz zu gefährden. So sehen sich vor allem die Warez-Szenen, zunehmend auch Privatkopierer, verstärkter Strafverfolgung ausgesetzt. Immer wieder werden Release Groups gesprengt und Tauschbörsennutzer angeklagt. Ein Großteil der Schwarzkopierer ist sich der Konsequenzen jedoch nicht bewusst. Die Gesetze, die ein illegales Kopieren verbieten, scheinen vielen kompliziert.


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