Hackerkultur & Hacker-Ethik

Hackerethik

Weltverbesserung steht im Vordergrund

Für Außenstehende blieben die Hacker zunächst eine in sich geschlossene, introvertiert erscheinende Mixtur von Elektronikern und Wissenschaftlern. Nicht selten wurden die Enthusiasten bereits damals als „Freaks“ bezeichnet. Das Programmieren wurde immer mehr zu einem wichtigen Bestandteil des Computers. Die ersten Hacker sahen die neue Computertechnik zudem als eine Chance, die Welt zu verbessern.

An dieser, zunächst für Außenstehende weit hergeholten Vision, hielten die Hacker fest, als sei es eine Religion. Einschränkungen, die den Umgang mit dieser Technik verhindern konnten, waren für sie nicht akzeptabel. Ihrer Meinung nach mussten die Systeme für jedermann zugänglich und veränderbar sein. Wirkliche Innovationen konnten für sie nur erfolgen, wenn man nicht gezwungen wurde, einem Gerät oder einer Software passiv zu begegnen, sondern wenn man seiner Kreativität freien Lauf lassen konnte. Der ungehinderte Zugang zu Informationen und deren freigiebiger Austausch wurden zu den wichtigsten Leitmotiven ihres Handelns.

Begriffe wie Hackerkultur, Hackerethik und selbst Hackerfood verbreiteten sich wie ein Lauffeier und es entwickelte sich sogar eine eigene Sprache für dieses selbst geschaffene Weltbild. Auf diese Weise entstand auch das Jargon-Lexikon am MIT, das weltweit bekannteste und größte Hackerlexikon.

Die ersten Hacker glaubten trotz vieler Zweifler daran, nicht nur einen gesellschaftlichen, sondern auch einen neuen wirtschaftlichen Trend entdeckt zu haben. Der Computer wurde für viele Hacker auch zur Eintrittskarte in eine gewinnbringende Karriere. Kooperationen mit anderen Unternehmen und neue Produktentwicklungen machten den Weg frei in eine kommerzielle Digitalwelt. Dieser neue Trend widersprach jedoch der ursprünglichen Idee, ein offenes Forum für Hacker zu gründen. Viele Mitglieder sprachen vom Ende der ursprünglichen Hacker-Ideologie und erklärten, die Verwandlung ihrer Mitglieder in Geschäftsleute sei mit den ursprünglichen Werten der Hacker nicht mehr vereinbar.


Was ist die Hacker-Ethik?Was ist die Hacker-Ethik?

Das, was wir heute unter „Share“ verstehen geht zurück auf die 50er Jahre: Bereits zu dieser Zeit haben die ersten Computerfreaks die Grundsätze einer freien Kultur geschaffen, die wir heute unter „Social Media“ zusammenfassen. Allerdings war diese Entwicklung bereits vorher als die „Hacker-Ethik“ bekannt.


Der HackerDer Begriff Hacker: Definition

Unter Hacker wird ein Compterbegeisterter, -enthusiast oder -Tüftler verstanden. Diese Definition des Begriffs wurde bereits vor mehr als 60 Jahren an der Elite-Universität in USA definiert. Die ersten Hacker waren somit Wissenschaftler und Studenten.


Erster HackerDie ersten Hacker entstanden in den 50er Jahren

Erst sind sie Rebellen und Hippies – dann plötzlich die einflussreichsten Menschen der Welt: Erfinder wie Steve Jobs und Bill Gates wollten eigentlich die Welt verändern. Sie gehörten zu einer neuen Untergrundsbewegung namens „Hacker“ – der Begriff war zu dieser Zeit noch nicht geläufig, wie heute.


die Hacker-EthikHackerkultur & Hacker-Ethik: Sie wollen die Welt verbessern

Die ersten Hacker sind Visionäre gewesen. Ihre eigentliche Idee bestand darin, die faszinierende Technologie allen Menschen zugänglich zu machen. Ihre Ideologie wurde daraus geboren, dass zunächst Ingenieure den Zugang zu den damals noch sehr teuren Maschinen nicht allen erlauben wollten.


Hacker ManifestoDas Hacker-Manifest

Kurz nach seiner Verhaftung verfasste der Hacker namens „The Mentor“ ein Manifesto, welches bis heute die Umschreibung des „Bewusstseins“ eines Hackers verstanden wird. Er geht hierbei auf die Kriminalisierung der Hacker ein und übt somit erstmals Kritik gegenüber der Gesellschaft aus.


Free Software FoundationFreie-Software-Bewegung: Die Verfechter der Freiheit

Die Bewegung war verantwortlich für die Entstehung von Open Source. Der Gedanke geht darauf zurück, dass Software ein Allgemeingut ist und jeder das Recht haben sollte, sie zu verändern und zu verbessern. Schließlich habe jeder Programmierer seine Erfahrungen durch andere Programmierer gesammelt, demnach hat er auch die menschliche Pflicht, seine Software, also sein Wissen, zu teilen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.