Von Gutenberg zu Gates

NO COPY

von Jan Krömer und William Sen
Buchautoren und Journalisten

digitalwelt logo


Über NO COPY | Kapitelinhalt | Autoren | Rezensionen | Archiv

Geschichtlich gesehen, ist das Urheberrecht ein vergleichsweise junges Recht. Bis ins 15. Jahrhundert gab es die kontroverse Diskussion um Urheberschutz nicht. Das Kopieren war größtenteils derart aufwendig, dass ein solcher Schutz nicht notwendig war. Zu den gängigen Kopierverfahren gehörte damals das Abschreiben theologischer Schriften von Hand.

Die Veränderung fremder Erzählungen und die Übernahme von Liedern anderer Sänger waren übliche Vorgänge. Besitzen konnte man nur Gegenstände. Eine Vorstellung von „geistigem Eigentum“ gab es nicht.

Mit der Entwicklung des Buchdrucks entstand Ende des 15. Jahrhunderts die Möglichkeit, große Mengen an Texten vergleichsweise einfach zu kopieren. Erst zu diesem Zeitpunkt kam auch die Frage auf, wer eigentlich die Rechte an Vervielfältigung, Veröffentlichung und Verkauf eines Werkes haben dürfe. In der Folge entstanden erste Regelungen für dieses Problem. Konkrete Gesetze zum Schutz des Urhebers gibt es aber erst seit dem 18. Jahrhundert. Mittlerweile haben fast alle Länder solche Gesetze entworfen, wenn auch die einzelnen Regelungen äußerst unterschiedlich sein können.

Das aktuelle Urheberrecht in Deutschland basiert auf dem „Gesetz über Urheberrecht und verwandte Schutzrechte“ (abgekürzt: UrhG) aus dem Jahre 1965. Durch die sich ständig ändernden technischen Bedingungen gehört es zu den am meisten geänderten Gesetzen.

VPN Software Test 2020
Bewertung der Top VPN Tools 2020 Lass dir von niemandem in deine Daten schauen!

LISTE DER TOP VPNs

Der Grundgedanke des Urheberrechts ist es, dem Urheber einen wirtschaftlichen Ertrag aus seiner geistigen Leistung zu ermöglichen. „Viele Innovationen werden nur unternommen, wenn sich Aufwand und Investition auch auszahlen. Die meisten Urheber möchten von ihren Werken leben können und damit Geld verdienen“, erläutert Bundesjustizministerin Brigitte Zypries. Das Urheberrecht soll daher ein Ansporn für die Entwicklung neuer Ideen sein. Könnten Trittbrettfahrer von den Leistungen anderer profitieren, bestünde kaum noch ein Anreiz, neue Werke zu schaffen. Aus diesem Grund werden dem Urheber umfangreiche Rechte zur Verwertung seines Werkes zugestanden. Er kann unter anderem bestimmen, ob und wie sein Werk veröffentlicht, vervielfältigt und verbreitet werden darf. Auch kann er über die Art der Nutzung seines Werkes bestimmen und hat Anspruch auf eine Vergütung. Ohne seine Zustimmung darf im Prinzip niemand über sein Werk verfügen. Das Urheberrecht ist sogar vererbbar und gilt bis siebzig Jahre nach dem Tod des Urhebers.

Trotz des umfassenden Rechts sind dem Schutz des Urhebers aber auch Grenzen gesetzt. Privatpersonen sollen veröffentlichte Werke möglichst frei nutzen können, damit sie sich am kulturellen Leben des Staates beteiligen können. Auch der Staat selbst hat ein Interesse daran, sein kulturelles Erbe zu bewahren und zu mehren. Zudem bauen Werke künftiger Urheber immer auch auf den Leistungen ihrer Vorgänger auf. Viele Schöpfungen entstehen erst durch die Umarbeitung oder Neuinterpretation bereits vorhandener Werke. Daher wird vom Urheber erwartet, dass er gewisse Beschränkungen seiner Rechte hinnimmt, wenn dies dem kulturellen und wirtschaftlichen Fortschritt zugute kommt. Das Gesetz muss also derart ausbalanciert sein, dass es die Leistung des Urhebers anerkennt, ohne die Informationsfreiheit und die Entstehung neuer Werke einzuschränken.

Vor allem bei den elektronischen Medien und der steigenden Bedeutung des Internets scheint das bestehende Urheberrecht dieses Gleichgewicht nur mit Mühe halten zu können. Einerseits wird Information in einer Gesellschaft, die sich selbst als „Informationsgesellschaft“ bezeichnet, immer wichtiger. Andererseits wird das Kopieren der Informationen immer einfacher.

Um diesem Problem gerecht zu werden, enthält das Urheberrecht eine Fülle von Ausnahmen – und Ausnahmen von den Ausnahmen. Die Details der Gesetzestexte sind für den privaten Anwender undurchschaubar: Beispielsweise ist das Fotokopieren einiger Seiten aus einem Buch legal. Das Kopieren von Musiknoten hingegen ist strikt verboten. Das Abschreiben der Noten per Hand ist dagegen erlaubt.


Das Projekt Gutenberg Größte kostenlose deutsche Literatur-Datenbank

Es ist das größte freie Projekt in Deutschland: Über 8.000 Werke von mehr als 1.700 Autoren sind hier kostenlos verfügbar. Somit ist das gesamte deutsche Erbe von Goethe bis Heinrich Heine kostenlos verfügbar. Die Leiter des Projektes wollten ein Stück deutsches Erbe überlassen und haben dieses Monster-Projekt erstellt.

NO COPY

von Jan Krömer und William Sen
Buchautoren und Journalisten

digitalwelt logo

Jan Krömer und Dr. William Sen sind u. a. Autoren des Buchs "NO COPY - Die Welt der digitalen Raubkopie" - erschienen im Klett-Cotta Verlag. Das Buch sorgte vor allem in Deutschland für Aufklärung für das Verständnis für Raubkopien und untersuchte kritisch das gesellschaftliche und auch ökonomische Grundverständnis für "die Kopie".

Das Buch NO COPY ist kostenlos online verfügbar.

>> Mehr über Jan Krömer und William Sen



Über NO COPY | Kapitelinhalt | Autoren | Rezensionen | Archiv

 


 

Die besten VPN Tools 2020

Anzeige | Gesponserte Angebote
1 CyberGhost VPN
Cyberghost VPN
Bewertung 5,0
ab $2,75
Das einst in deutscher Hand entwickelte VPN-Tool CyberGhost gehört zu den bekanntesten und schnellsten am Markt. Sie ist zudem bekannt als die VPN-Software mit der besten Anbindung zu Streaming-Diensten wie Netflix, Hulu, Amazon Prime, HBO und viele mehr.
2 NordVPN
NordVPN
Bewertung 4,9
ab $3,71
NordVPN ist die unschlagbare Nummer 1 auf den Markt. Das Unternehmen aus Panama nutzt die dortige gesetzliche Lage, dass gesetzlich keine Daten gespeichert werden müssen. Das Team ist so sehr von der Qualität überzeugt, dass sie sogar eine 30-Tage-Geld-zurück-Garantie anbieten.
3 ExpressVPN
ExpressVPN
Bewertung 4,9
ab $8,32
ExpressVPN gehört zu den einzigen VPN-Anbietern am Markt, die sich nach einem Missbrauchsfall einer Untersuchung durch die Regierung ergehen lassen mussten. Das Ergebnis fiel äußerst positiv für den VPN-Anbieter aus, als die Regierung keinerlei Nutzerdaten finden konnte.
4 PROTON VPN
PROTON VPN
Bewertung 4,8
ab €4
Das Schweizer Unternehmen Proton Technologies war bereits für seine Software ProtonMail bekannt. Ein guter Grund, ihr neues Flaggschiff ProtonVPN genauer anzusehen, das eine Schar an von Fans um das neuartige VPN-Tool versammelt.
5 IPVanish VPN
IPVanish VPN
Bewertung 4,7
ab $6.49
IPVanish gehört zu einem der wenigen VPN-Tools die auch mal ausnahmsweise nicht aus den Bahamas, China, oder Jungferninseln stammen, sondern aus USA. Entsprechend fällt auch die gute Qualität der Software aus. Wir haben einen genauen Blick auf IPVanish geworfen.
6 RUSVPN
RUSVPN
Bewertung 4,8
ab €2,99
RUSVPN hat sich nicht ohne Grund in der Dominica registrieren lassen. Auf diese Weise ist das VPN-Tool weder im Rechtsraum der amerikanischen oder europäischen Richtlinien und kann auf diese Weise absolute Anonymität gewährleisten.
7 SurfShark VPN
SurfShark VPN
Bewertung 4,7
ab $2,49
SurfShark VPN geht derweil mit dem härtesten Preiskampf an den Markt und hat in Deutschland 90% Wachstumsraten erreicht. Was sich genau hinter dem VPN-Tool verbirgt, erklären wir in unserer ausführlichen Bewertung.
8 Hide My Ass VPN
Hide My Ass VPN
Bewertung 4,7
ab $3.99
Was die wenigsten wissen: Hide My Ass als einer der bekanntesten VPN-Anbieter am Markt ist in der Tat vom Unternehmen AVG - dem größten Hersteller für Antiviren-Software. Kein Wunder, dass deren VPN Software eine hohe Qualität hat.
9 vypr vpn
vypr vpn
Bewertung 4,6
ab €2,50
Vypr VPN ist eines der in der Schweiz ansässigen Unternehmen, bei denen Benutzer hohe Erwartungen an Datenschutz und Privatsphäre haben. Darüber hinaus wurde Vypr VPN ursprünglich nur für einen Zweck erstellt: Um das Überwachungsprogramm der NSA mit dem Namen Room 641A zu überlisten.
10 Avast SecureLine VPN
Avast SecureLine VPN
Bewertung 4,6
ab $4.99
Man kennt es aus alten James-Bond-Filmen. Die Verbindung ist absolut sicher und geschützt. Genauso verhält es sich mit SecureLine VPN von dem renommierten Hersteller avast. Avast gehört zu den ältesten Herstellern für Sicherheitssoftware und braucht sich die Software nicht zu verstecken.
11 Avira Phantom VPN
Avira Phantom VPN
Bewertung 4,6
ab $7,00
Der deutsche Hersteller Avira versteht es die Nachfrage des Nutzers nach Datenschutz und Anonymität bestens zu decken. Es wundert kaum, denn Avira ist einer der ältesten Software-Unternehmen für Datensicherheit am Markt.

Antivirus Software Test 2020
Die beste Antivirus Software 2020 Schütze dich vor Datenverlust und Ausspähungen

LISTE ANSCHAUEN

Hinterlasse einen Kommentar: