Schwarzkopien statt Raubkopien

Interview mit den NO-COPY-Autoren


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GameStar

GameStar Computerzeitschrift

GameStar Juli 2006

GameStar Juni 2006

GameStar: In Ihrem Buch lehnen Sie das Wort „Raubkopien“ ab und sprechen von „Schwarzkopien“. Warum?

Jan Krömer: Das Gesetz versteht unter Raub eine Form des Diebstahls, bei dem etwas mit Gewalt entwendet wird. Beim Kopieren von Computerspielen oder Musik ist dies aber wohl kaum der Fall. Daher verwenden wir einen weniger wertenden Begriff.

Die Subkultur der Hacker und Cracker gilt als kriminell. Ist diese Verallgemeinerung gerecht?

Jan Krömer: Hacker waren ursprünglich Computer-Enthusiasten, die die Geschichte des PCs teils maßgeblich beeinflusst haben – etwa Bill Gates. Heute leisten Hacker einen wichtigen Beitrag zur Informationsgesellschaft, indem sie Sicherheitslücken aufdecken. Und auch die Cracker knacken einen Kopierschutz nicht, um Schaden anzurichten, sondern zum Wettkampf.

William Sen: Hacker definieren sich selbst als jemanden, der einem technischen Hobby mit Begeisterung nachgeht. Die Hacker-Szene unterscheidet aber auch zwischen destruktiven und konstruktiven Hackern. So gibt es zum Beispiel die „Black Hats“, die illegal in Systeme eindringen. Tatsächlich ist nur ein kleiner Teil der Hacker kriminell.

Was halten Sie von der Aktion „Raubkopierer sind Verbrecher“?

William Sen: Das Thema Schwarzkopien ist ein sensibles gesellschaftliches Phänomen. Man sollte annehmen, dass die Industrie das Feingefühl hat, damit behutsam umzugehen. Stattdessen führt sie eine deplatzierte Kampagne mit überzogenen Androhungen.

Was halten Sie vom Vorgehen der Firma Zuxxez, die illegale Nutzer des Spiels Earth 2160 verklagte?

Jan Krömer: Es ist unwahrscheinlich, dass ein Hersteller durch solche Maßnahmen neue Kunden gewinnen kann. Denn positive Werbung sieht anders aus. Und ob sich ein Staatsanwalt unbedingt mit Personen beschäftigen sollte, die ein einziges Spiel heruntergeladen haben, ist ebenfalls fraglich.
William Sen: Wer ein Umdenken in der Gesellschaft hervorrufen möchte, findet die Lösung nicht vor Gericht.

Kann die Polizei wirkungsvoll gegen die Cracker-Szene vorgehen?

Jan Krömer: Die Erfolge der Polizei im Kampf gegen die Szene richten sich gegen einzelne Personen oder Gruppen und sind oft Zufallsprodukte. Die Szene als Ganzes existiert seit 25 Jahren und war nie ernsthaft gefährdet. Sobald ein Szenemitglied erwischt wird, rückt meist sofort eine neue Gruppe nach.
William Sen: Szenemitglieder verbreiten Kopien aus Leidenschaft. Hinzu kommt, dass sie sehr gut organisiert sind und aus dem Untergrund agieren. Die derzeitigen Entwicklungen und Diskussionen über schärfere Gesetze, neue Kopierschutzmethoden und polizeiliche Ermittlungen unterstützen diesen Umstand noch. Die Szene organisiert sich besser und wächst von Tag zu Tag.

Herr Sen, Sie waren selbst Mitglied der Hackerszene. Warum sind Sie ein- und wieder ausgestiegen?

William Sen: Damals gab es kein Internet, und Heimcomputer waren nicht weit verbreitet. Ich habe daher nach gleichgesinnten Computerfreaks gesucht und stieß auf die Szene. Diese Gemeinschaft bezeichnete sich selbst als „Elite“. Das gab mir das Gefühl, einzigartig zu sein. Nach dem Internet-Boom in den 90er-Jahren strukturierte sich die Szene um; die meisten Mitglieder gingen tiefer in den Untergrund. Ich hingegen stieg aus und begann, digitale Kunstwerke zu entwerfen. Das hat mir mehr Spaß gemacht, als fremdes Eigentum zu verbreiten.


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