Amerikanischer Führerschein
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Amerikanischer Führerschein: Kosten und Informationen

Driver Licence in den USA

Die amerikanische Führerscheinprüfung mag zunächst sehr einfach erscheinen. Doch es kommen einige Herausforderungen auf den Prüfling hinzu.

Zunächst einmal sei gesagt, dass ja im Grunde der amerikanische Führerschein, also der Driver License immer nur für den jeweiligen amerikanischen Staat gültig ist und immer neu gemacht werden muss, wenn man in einen anderen Staat umzieht.

Music-Credits for this video: Macaroon 5 by Audionautix is licensed under a Creative Commons Attribution license (creativecommons.org/licenses/by/4.0), Artist: audionautix.com

Die wesentlichen Merkmale der amerikanischen Führerscheinprüfung sind jedoch zum einen der Umstand, dass in den USA ganz andere Verkehrsregeln gelten. Und zum anderen, dass die Gesamtphilosophie des Fahrens in Amerika auch der amerikanischen Kultur angelehnt ist. So sind Grundsätze wie Höflichkeit eines der wesentlichen Merkmale beim Autofahren in Amerika.

Oft hört man auch von anderen, dass die Führerscheinprüfung doch so einfach sei. Das allgemeine Klischee besagt beispielsweise, dass man einfach nur um den Block fahren muss und schon hätte man den Führerschein in der Hand. In Wirklichkeit ist die praktische Führerscheinprüfung nicht einfach und ohne die richtige Vorbereitung kann man selbst als erfahrener Fahrer sehr schnell durchfallen. Beispiel: Schulterblick vergessen, nicht geblinkt, bei einem Stop-Zeichen nicht zum vollkommenen Stopp gekommen oder die Linie etwas zu sehr überschritten – schon ist man durchgefallen. Außerdem muss man bei der praktischen Prüfung auch erfolgreich zeigen, dass man das Parken gut beherrscht. Alles in einem, ist die praktische Fahrprüfung in den USA nicht viel anders, als so in vielen anderen europäischen Ländern auch.

Des Weiteren kommt die theoretischen Prüfung hinzu. Sicherlich gibt es hier auch die üblichen einfachen Fragen, die man ohne weiteres und großes Lernen mit Menschenverstand lösen kann. Doch die meisten Fragen bestehen aus relativ komplizierten Fragen, die man erst durch Auswendiglernen beherrschen kann. Das können Fragen sein wie: „bei wie viel Meilen pro Stunde darf man abschleppen?“ Man muss außerdem die verschiedenen Bürgersteigfarben wie rot, gelb, grün und weiß kennen, denn diese zeigen an, wie man zu parken hat oder parken darf. Außerdem sind die Beschilderungen in den USA sehr viel anders, als in Europa. Eigentlich kann man die schriftliche Prüfung (im Amerikanischen übrigens Written Test genannt) ohne Vorbereitung nicht bestehen.

Aber es gibt auch einige positive Vorteile der Prüfung. Sie kostet zum Beispiel in Kalifornien nur 33 US-Dollar und beinhaltet 3 schriftliche Testversuche und eine praktische Prüfung. Das ist sehr günstig. Und wenn man dann noch bei der praktischen Prüfung (hier Behind-the-Wheel-Test genannt) durchfällt, kann man sie für weitere 7 US-Dollar ebenso wiederholen. Eine Fahrschule gibt es in den USA im Grunde nicht und so hat man die Möglichkeit, ohne sich in Kosten zu stürzen, die Führerscheinprüfung zu absolvieren.

Ohne Führerschein darf man übrigens fahren, wenn jemand mit einem Führerschein neben einem Sitz. Dieser Vorteil erlaubt es den Lernenden auch zu fahren, ohne eine kostspielige Fahrschule aufsuchen zu müssen. Außerdem wird die praktische Fahrprüfung mit dem eigenen Auto durchgeführt.

Und noch was zum Schluss:

In den USA gilt nicht rechts vor links, sondern wer zuerst kommt, fährt auch zuerst. In den meisten Fällen scheint das ungewöhnlich zu sein. Man könnte behaupten, da kann ja jeder einfach meinen, er sei zuerst da. Aber wenn man das mal mit Deutschland vergleicht ist es mit dem rechts vor links ja auch nicht anders

Da könnte ja auch jemand einfach drauflosfahren. Oder sich auch grundsätzlich beim Einstellen auf einer Warteschlange vordrängeln. Auch in Deutschland funktionieren diese Sachen ja im Grunde einwandfrei, und so funktioniert das „wer zuerst kommt, fährt zuerst“ auch in den USA einwandfrei. Die Menschen hier halten sich einfach gerne an Regeln und wie im Reißverschlusssystem auch, klappt die Einigung zwischen den Autofahrern in den USA einwandfrei. Das mag sicherlich auch daran liegen, dass man in Amerika bei der theoretischen Fahrprüfung die Freundlichkeit, Nachsicht und Menschenverstand als die obersten Gebote lernen muss. Hier gelten weniger strikte Paragraphen, sondern mehr auch der gesundere Menschenverstand beim Verkehr.

Das Video unten zeigt, wie es funktioniert.

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in den USA

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FAQ zum Thema "Führerschein in den USA"

Diese folgenden Fragen wurden von Nutzern gestellt. Falls ihr auch Fragen habt, hinterlässt einfach ein Kommentar unten.

Fast in allen Staaten ist das Mindestalter 16. Bei einigen seltenen Staaten sind es 16 und 6 Monate und nur in New Jersey ist es 17. In einigen Staaten wie Idaho, Kansas, Montana sogar 15.

In allen Staaten von USA wird der deutsche Führerschein anerkannt. Allerdings musst Du nach einer Weile deinen Führerschein auf einen Amerikanischen umschreiben lassen. Was die Zeit betrifft, kommt es auf den Staat an. In Kalifornien beispielsweise müssen alle neuen Anwohner innerhalb von 10 Tagen ihren Führerschein auf den kalifornischen umschreiben lassen oder neu machen. Was die Formalitäten ankommt, ist es auch je nach Staat verschieden. In einigen Staaten kann man den deutschen Führerschein einfach umschreiben lassen. In anderen wird eine theoretische Prüfung notwendig. Wiederum in anderen Staaten muss man die praktische und die theoretische Prüfung machen. Ich hoffe, das hilft weiter.

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