Egal ob Smartphone, Tablet oder am Computer. Täglich wird im Internet gesurft und das nicht wenig! Die Privatsphäre ist den Deutschen sehr wichtig, sobald sie aber das World Wide Web betreten, wird sie viel zu häufig vernachlässigt. Dabei sollte die Sicherheit im Internet heutzutage eigentlich obligatorisch sein. Schließlich gibt es mittlerweile viele Berichte und Nachrichten über Internetspionage und Cyber-Kriminalität.

Jeder, der das Internet nutzt, sollte seine Privatsphäre und seine persönlichen Daten schützen. Denn alle Nutzer können Kriminalität im Internet zum Opfer fallen. Ohne Ausnahme! Dafür gibt es heutzutage viele Maßnahmen, die leicht getroffen werden können. Aber welche sind das eigentlich und was schützt die Nutzer wirklich?

Gute Schutzsoftware ist Pflicht

Computerviren und Schadsoftware für Rechner lauern überall. Im Anhang von geschickt getarnten Spammails oder bei kostenlosen Downloads können sie sich verstecken. Nutzer sind nicht nur allein dadurch geschützt, dass sie nur auf seriösen Seiten surfen. Denn sogar bei ihnen können sich Viren in den Download-Dateien verbergen. Schutz bietet eine Firewall in Kombination mit einem Virenschutzprogramm bieten. Dabei gibt es aber einiges zu beachten.

  1. Das richtige Schutzprogramm wählen
    Nicht jedes Virenschutzprogramm schützt gleich gut. Viele Programme haben sich bereits einen Namen gemacht und bieten ihren Dienst für etwa 50 € pro Jahr an. Dabei schützen sie aber nicht unbedingt besser als Freeware. Deswegen lohnt es sich, die Programme zu vergleichen und sich Testberichte über die besten und zuverlässigsten Anti-Viren-Programme anzuschauen. So kann der aktuell beste Schutz zum besten Preis in Anspruch genommen werden.
  2. Aktualisieren
    Einen Schutz zu 100 % bietet auch die beste Virenschutz-Software nicht. Das liegt daran, dass sich Computerviren ständig verändern und dadurch immer schwerer zu entdecken sind. Die Schutzprogramme werden auf die Erkennung der neuesten Viren angepasst. Deswegen ist es sehr wichtig, dass immer die aktuellste Version des Programms auf dem Computer genutzt wird. Nur wer regelmäßig seine Schutzsoftware auf Updates überprüft, erhält den bestmöglichen Schutz.
  3. Firewall überprüfen
    Auch für Firewalls gibt es Testberichte und Vergleichsportale. Diese sollten in Anspruch genommen werden. Denn nicht jedes Virenschutzprogramm ist mit einer guten Firewall ausgestattet. Einige besitzen sogar keine eigene Firewall. Das ist besonders häufig bei kostenloser Freeware der Fall. Dann müssen Nutzer die Windows-Firewall aktivieren oder eingeschaltet lassen oder aber eine Alternative herunterladen.

Anonymisierung

Besonders sicher ist es, wenn Nutzer möglichst anonym im Netz unterwegs sind. Täglich werden private Daten ausgespäht und gestohlen. Dabei sind wir es häufig selber, die Angaben zu unserer Person, Cyber-Kriminellen auf einem Präsentierteller anbieten. Aber auch dafür gibt es einige Tipps, die beachtet werden können, um sich zu schützen.

  • VPN nutzen: Die Abkürzung VPN steht für virtuelles privates Netzwerk. Jeder, der etwas auf seine Privatsphäre setzt, sollte ein solches VPN nutzen. Was viele Nutzer nicht wissen: Wird eine Internetseite aufgerufen, landet die IP-Adresse des Nutzers auf dem Server der Seite. Über der IP-Adresse können Cyber-Kriminelle und Hacker den Wohnort und sogar die genaue Anschrift ermitteln. Ein VPN schützt davor und bietet zudem weitere interessante Leistungen. Bevor die IP-Adresse auf dem Server der Internetseite gelangt, wird sie vom Server des privaten Netzwerks blockiert und verschlüsselt.
  • Verzicht von Klarnamen: Wenn Nutzer auf verschiedenen Seiten von Online-Anbietern sind, müssen sie sich oft anmelden, um Downloads in Anspruch nehmen zu können. Dafür muss ein Benutzername erstellt werden. Wenn es nicht notwendig ist, sollten Nutzer dabei auf Klarnamen verzichten. Es ist ratsam, ein Pseudonym zu verwenden und Cyber-Kriminellen nicht den richtigen Namen vor die Nase zu setzen.
  • Vorsicht mit privaten Daten: Beim Download von Dateien und Programm wird oft eine Anmeldung beim Online-Anbieter vorausgesetzt. Dabei müssen jede Menge Angaben gemacht und auch private Daten preisgegeben werden. Aber Vorsicht! Nutzer sollten auf jede Angabe verzichten, die nicht zwangsläufig angegeben werden muss. Denn je weniger im Internet irgendwie preisgegeben wird, desto weniger kann auch gestohlen oder ausspioniert werden.

Weitere Maßnahmen

Neben der Schutzsoftware und den Maßnahmen, um möglichst anonym zu bleiben, gibt es auch weitere Möglichkeiten, sich im Internet zu schützen. Diese Maßnahmen sind meistens sehr einfach und nehmen nicht viel Zeit in Anspruch. Außerdem bedarf es in der Regel auch keines besonderen Fachwissens, um sie durchzuführen:

  • WLAN verschlüsseln: Aus Bequemlichkeit verzichten viele Nutzer auf ein Passwort beim WLAN. Davon ist abzuraten. Am besten wird der aktuelle Verschlüsselungsstandard WPA2 benutzt, um den Router zu verschlüsseln. Das Passwort sollte möglichst lang und komplex sein. So können Nutzer verhindern, dass Unbefugte den Router nutzen, um Cyber-Kriminalität auszuführen.
  • Passwörter regelmäßig wechseln: Die Passwörter der verschiedenen Internetseiten und Online-Programme sollten regelmäßig gewechselt werden. Im Idealfall wird für jedes Konto auch ein anderes Passwort genutzt. Nur so werden alle Online-Konten vor Hackern ideal geschützt. Durch einen Passwortwechsel wird außerdem verhindert, dass Unbefugte die Konten nutzen. Denn es ist nicht immer gleich ersichtlich, dass sich jemand in das jeweilige Konto gehackt hat.
  • Neueste Updates herunterladen: Es gibt viele Internet-Browser auf dem Markt. Die großen Namen sind in der Regel auch sicher. Sie bieten regelmäßig Updates für ihre Browser an und diese sollten auch in Anspruch genommen werden. Denn dadurch wird die Sicherheit stetig verbessert. Auch die Updates für die Computer oder mobilen Geräten sollten heruntergeladen und installiert werden. Denn wird ein Sicherheitsupdate angeboten, hat der Anbieter eine Lücke im Sicherheitssystem entdeckt.

Fazit

Die Sicherheit bei der Nutzung des Internets wird von vielen Nutzer unterschätzt und außer Acht gelassen. Das sollte aber nicht zu sehr auf die leichte Schulter genommen werden. Denn niemand ist vor Cyber-Kriminalität sicher. Selbst die besten Virenschutzprogramme bieten keinen 100 %-igen Schutz vor Schädlingen.

Außerdem gibt es einige einfache Maßnahmen, die jeder treffen kann, um sich besser zu schützen. So sollten keine Klarnamen verwendet werden und ein VPN hilft, die IP-Adresse geheim zu halten. Außerdem sind sichere Passwörter Pflicht, um sich zu schützen.


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