Hackerethik

Hacker-Ethik

Die Grundsätze der Hackerethik

    • Alle Informationen sollen frei sein
    • Misstraue Autoritäten, fördere Dezentralisierung.
    • Hacker sollten nach den Fähigkeiten ihres Hackens beurteilt werden, nicht nach Titel, Alter, Rasse oder Position.
    • Zugang zu Computern und allem, was dich darüber lehrt, wie die Welt funktioniert sollte absolut und ohne Limits sein.
    • Hebe deine Hand immer gegen das Imperative!
    • Mit dem Computer kann man Kunst und Schönheit erschaffen.
    • Computer können dein Leben zum Besseren ändern.
    • Wie bei Aladdin’s Wunderlampe können sich deine Wünsche erfüllen.

Was ist die Hacker-Ethik?Was ist die Hacker-Ethik?

Das, was wir heute unter „Share“ verstehen geht zurück auf die 50er Jahre: Bereits zu dieser Zeit haben die ersten Computerfreaks die Grundsätze einer freien Kultur geschaffen, die wir heute unter „Social Media“ zusammenfassen. Allerdings war diese Entwicklung bereits vorher als die „Hacker-Ethik“ bekannt.


Der HackerDer Begriff Hacker: Definition

Unter Hacker wird ein Compterbegeisterter, -enthusiast oder -Tüftler verstanden. Diese Definition des Begriffs wurde bereits vor mehr als 60 Jahren an der Elite-Universität in USA definiert. Die ersten Hacker waren somit Wissenschaftler und Studenten.


Erster HackerDie ersten Hacker entstanden in den 50er Jahren

Erst sind sie Rebellen und Hippies – dann plötzlich die einflussreichsten Menschen der Welt: Erfinder wie Steve Jobs und Bill Gates wollten eigentlich die Welt verändern. Sie gehörten zu einer neuen Untergrundsbewegung namens „Hacker“ – der Begriff war zu dieser Zeit noch nicht geläufig, wie heute.


die Hacker-EthikHackerkultur & Hacker-Ethik: Sie wollen die Welt verbessern

Die ersten Hacker sind Visionäre gewesen. Ihre eigentliche Idee bestand darin, die faszinierende Technologie allen Menschen zugänglich zu machen. Ihre Ideologie wurde daraus geboren, dass zunächst Ingenieure den Zugang zu den damals noch sehr teuren Maschinen nicht allen erlauben wollten.


Hacker ManifestoDas Hacker-Manifest

Kurz nach seiner Verhaftung verfasste der Hacker namens „The Mentor“ ein Manifesto, welches bis heute die Umschreibung des „Bewusstseins“ eines Hackers verstanden wird. Er geht hierbei auf die Kriminalisierung der Hacker ein und übt somit erstmals Kritik gegenüber der Gesellschaft aus.


Free Software FoundationFreie-Software-Bewegung: Die Verfechter der Freiheit

Die Bewegung war verantwortlich für die Entstehung von Open Source. Der Gedanke geht darauf zurück, dass Software ein Allgemeingut ist und jeder das Recht haben sollte, sie zu verändern und zu verbessern. Schließlich habe jeder Programmierer seine Erfahrungen durch andere Programmierer gesammelt, demnach hat er auch die menschliche Pflicht, seine Software, also sein Wissen, zu teilen.


Pioniere der Hacker-Ethik

Richard Stallman: Der Open-Source-Revolutionär
Richard Stallman

Stallman arbeitete Anfang der 1970er Jahre im „AI Lab“ (Abteilung für Künstliche Intelligenz) des Massachusetts Institute of Technology zusammen mit einer Gruppe von Programmierern, die sich selbst auch als Hacker bezeichneten. Diese Hackergemeinschaft vertrat eine sehr rigorose Philosophie des unbegrenzten Informationsflusses. In den folgenden Jahren gab es in der Softwarebranche einen aus Stallmans Sicht entscheidenden Wandel:

Viele Firmen begannen, Software nicht mehr in der bis dahin weitgehend üblichen Form von Quelltexten auszuliefern, sondern in Form eines rein maschinenlesbaren Formates. Auch statteten von nun an einige Firmen ihre Software mit Lizenzen aus, die es den Anwendern verboten, die Programme weiterzuverteilen oder die Programme selbst zu verändern.

Stallman empfand diesen Verlust der Kontrolle von Benutzern über ihre eingesetzte Software als eine Einschränkung ihrer Rechte. Um diesem Trend entgegenzusteuern schuf er eine Lizenz, welche unter dem Namen GNU General Public License (GPL) bekannt wurde. Diese Lizenz garantiert Anwendern weitgehende Rechte über ihre Software und stellt sicher, dass diese Rechte, wenn sie einmal gewährt wurden, auch nicht mehr nachträglich entfernt werden können.

Er kündigte 1984 seine Stelle am MIT und arbeitete mehrere Jahre lang daran, ein Betriebssystem zu programmieren, das vollständig aus Freier Software bestehen sollte. Zu diesem Zweck veröffentlichte er 1985 sein GNU Manifesto, in dem er die Grundzüge dieses Systems, das GNU heißen sollte, festlegte. Der Name GNU ist ein rekursives Akronym (GNU is Not Unix), was einerseits auf die Unix-Ähnlichkeit, andererseits aber auf die Abgrenzung zu allen unfreien Unix-Varianten hinweisen sollte. In dieser Zeit erschuf er unter anderem die erste Version von GNU Emacs (heute ein komplexer, programmierbarer Texteditor), den GNU Symbolic Debugger (GDB), den ersten freien plattformübergreifenden C-Compiler (heute gcc), sowie verschiedene für eine Unix-Umgebung benötigte Hilfsprogramme.

Unabhängig von seinen zahlreichen Beiträgen zur Freien Software ist Richard Stallman eine sehr umstrittene Person. Er vertritt seine Meinungen in polarisierender Weise und grenzt die Freie-Software-Bewegung deutlich von der Open-Source-Bewegung ab. Er kritisiert die Open-Source-Bewegung dafür, zum Zwecke größerer Akzeptanz in der Wirtschaft die Freiheit als argumentative Grundlage zu vernachlässigen und sich nur auf Vorteile im Entwicklungsmodell oder die technische Überlegenheit der einzelnen Programme zu beschränken. Oftmals wird er in der Open-Source-Bewegung daher als zu radikal kritisiert. Bei der Entwicklung von Software arbeiten diese beiden Bewegungen jedoch meist sehr eng zusammen.

In letzter Zeit engagiert sich Richard Stallman sehr gegen die Einrichtung von Software-Patenten innerhalb der Europäischen Union und reist dazu oft zu Vorträgen quer durch Europa, aber auch nach Asien und Südamerika und ist Mitarbeiter des südamerikanischen Nachrichten- und Kulturkanals TeleSUR.

Richard Stallman ist Preisträger des MacArthur Fellowships, des Grace Murray Hopper Awards der Association for Computing Machinery (ACM) sowie einer der Empfänger des Takeda Foundation Awards.

Kurzbio: Richard Matthew Stallman (* 16. März 1953 in Manhattan, New York City) ist ein US-amerikanischer Informatiker und studierter Physiker. Er ist auch unter seinen Initialen RMS bekannt. Stallman ist Gründer des GNU-Projektes und einer der frühesten und bekanntesten Protagonisten Freier Software. Er wird auch für seinen beträchtlichen Anteil am Erfolg von GNU/Linux geschätzt und ist der erste Präsident der Free Software Foundation.

RMS zeichnet sich durch Grundsatztreue und langfristige Orientierung an seinen Werten aus. Er scheut sich nicht politisch Stellung zu beziehen und seine persönliche Sicht der Dinge konsequent zu vertreten. Dadurch befindet er sich manchmal im Widerstreit mit den eher praxisorientierten Angehörigen der Open-Source-Szene.


Eric Steven RaymondEric Steven Raymond: Der Vater der Open-Source-Bewegung

Eric S. Raymond ist für viele FAQs und HOWTOs verantwortlich, führt ca. 30 Open Source-Projekte, verfasst Bücher und ist auch Weblogger. Er entwickelte die C-Implementation der INTERCAL-Programmiersprache sowie das umstrittene Mailprogramm Fetchmail. Er war auch Co-Autor der GNU-Bibliothek ncurses und hat ein Konfigurationstool für den Linux-Kernel geschrieben. Er gehört zu den Mitbegründern der Open Source Initiative.

Raymond verfasste unter anderem das Dokument The Cathedral and the Bazaar (Die Kathedrale und der Basar) und das gleichnamige Buch sowie die Essays Homesteading the Noosphere, The Magic Cauldron (Der verzauberte Kessel) und Revenge of the Hackers; er verwaltet die Onlineversion des The New Hacker’s Dictionary (Jargon File). Raymond übertrug auch das Gleichnis Auf den Schultern von Giganten auf die Hackerkultur. Raymond sorgte mit der Veröffentlichung interner Microsoft-Papiere (Halloween-Dokumente) für Aufregung und heizte so den öffentlichen Wettstreit zwischen den Betriebssystemen Windows und Linux weiter an.

Seit Ende der 1990er wurde Raymond einer der bekanntesten und umstrittensten Figuren der Open-Source-Bewegung. Er bekennt sich zu den Idealen des Libertarismus, und ist somit auch starker Verfechter des Rechts auf Waffenbesitz. Seine Unterstützung der US-Invasion des Irak im Jahr 2003 führte zu heftigen Auseinandersetzungen in der Szene. Raymond ist begeisterter Science-Fiction-Leser.

Eric Raymond hat auch einige Auftritte in der Dokumentation Revolution OS (auf DVD)

Die Bewegung war verantwortlich für die Entstehung von Open Source. Der Gedanke geht darauf zurück, dass Software ein Allgemeingut ist und jeder das Recht haben sollte, sie zu verändern und zu verbessern. Schließlich habe jeder Programmierer seine Erfahrungen durch andere Programmierer gesammelt, demnach hat er auch die menschliche Pflicht, seine Software, also sein Wissen, zu teilen.

Kurzbio: Eric Steven Raymond (esr, * 4. Dezember 1957 in Boston, Massachusetts), auch bekannt als ESR, ist ein Autor und Programmierer in der Hacker- und Open-Source-Szene.


Linus TorvaldsLinus Torvalds
Der Erfinder von Linux

Torvalds begann im Jahre 1991 auf seinem PC-Computer 80386 unter dem Betriebssystem Minix einen Terminalemulator zu schreiben, um sich effizienter an den Unix-Rechnern seiner Universität einwählen zu können. Als er in den Terminalemulator noch den Zugriff auf das Dateisystem von Minix implementierte und auf sein Diskettenlaufwerk zugreifen wollte, entstand der Plan, ein richtiges Betriebssystem zu entwickeln.

Am 25. August 1991 kündigte der Informatikstudent in der Newsgroup comp.os.minix sein Vorhaben an. Am 17. September 1991 stellte er dann Linux 0.01 auf einem öffentlichen FTP-Server zum Download zur Verfügung. Der Quelltext für das neue Unix-Betriebssystem umfasste 241 KByte und das Makefile war 96 Zeilen lang. Dabei waren noch eine Shell und einige Tools wie der GNU C-Compiler als Binärdateien. Seit der Version 0.99.10 steht der Linux-Kernel unter der GNU General Public License.

Der ersten fehlerfrei lauffähigen Version wurde die Versionsnummer 1.0 zugewiesen. Sie wurde im März 1994 an der Universität Helsinki vorgestellt. Es war die erste Version, auf der das X Window System lief und die eine vollständige Implementation von TCP/IP aufwies, also internettauglich war. Dies galt bereits für die Version 0.99p6.

Am 9. Juli 1996 veröffentlichte Linus Torvalds den Linux-Kernel 2.0. Zusammen mit der freien GNU-Software der Free Software Foundation (FSF) und vieler anderer Open-Source-Software verbreitete sich das auf dem Linux-Kernel basierende Betriebssystem auf vielen verschiedenen Rechnerarchitekturen auch mit Prozessoren, die nicht mit denen des Marktführers Intel kompatibel sind. Am selben Tag wurde Tux, der Pinguin, zum offiziellen Logo für Linux. Weiterführende Informationen hierzu sind unter Geschichte von Linux zu finden.

Linus lebte mehrere Jahre mit seiner Frau Tove und seinen drei Töchtern Patricia Miranda (* 5. Dezember 1996), Daniela Yolanda (* 16. April 1998) und Celeste Amanda (* 20. November 2000) in Santa Clara, Kalifornien, bis sie im Sommer 2004 in die Nähe von Portland, Oregon zogen. Von Februar 1997 bis Juni 2003 arbeitete er bei Transmeta und ist jetzt bei den Open Source Development Labs (OSDL) angestellt, um hauptberuflich an der Weiterentwicklung des Linux-Kernels zu arbeiten.

Kurzbio: Linus Torvalds wurde als Sohn von Anna („Mikke“) und Nils („Nicke“) Torvalds geboren und nach Linus Pauling benannt. Seine Familie gehört zur schwedischsprechenden Minderheit in Finnland. Er besuchte ab 1988 die Universität Helsinki.


Die Artikel zu Eric Steven RaymondLinus Torvalds und Richard Stallman basieren aus Wikipedia und stehen unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. Eine Liste der Autoren ist dort abrufbar