Denglisch

Denglisch & Scheinanglizismen

Denglische Wörter

Die wichtigsten Bereiche

Die üblichen Scheinanglizismen bzw. Pseudoanglizismen kennen wir ja mittlerweile alle – manchmal auch „Denglisch“ genannt. Das sind jene Begriffe, die nur Deutsche verstehen, aber in den USA gar nicht verwendet werden.

Ich habe das Thema beobachtet. Plötzlich fingen alle Deutsche darüber an zu sprechen und zwar um das Jahr 2008 herum. Zu verdanken haben wir das Thema dem Focus-Magazin, das am 7. Juli 2008 den Artikel „Das sollten Sie noch mal checken …“ veröffentlichte. Zu diesem Zeitpunkt hat das Magazin erstmals unter anderem die Begriffe „Beauty-Farm“, „Funsport“ „Handy“, „Kick Scooter“, „Oldtimer“ und „Public Viewing“ veröffentlicht. Seitdem ist das Thema in aller Munde und es gibt sogar einen ausführlichen Wikipedia-Artikel dazu. Kurze Zeit später gab es eine Reihe weiterer Artikel wie zum Beispiel „Jubel bei der Leichenschau“ von der Südwest-Presse. Heut gibt es unzählige Anzahl von Artikeln. Jüngst veröffentlichte wieder Die Welt den Artikel „Englisch-Vokabeln, die nur Deutsche verstehen“.

Allerdings scheint mir, dass sich das Thema immer noch sich über diese typischen „denglischen“ Begriffe dreht. Es gibt aber noch eine Vielzahl anderer Begriffe hier in den USA, die mir aufgefallen sind, die wir so verwenden, die hier aber keinerlei Sinn machen.

Vor einiger Zeit habe ich beobachtet, wie die Schaffnerin der Deutschen Bahn einem Touristen zu erzählen versuchte, dass er auf seinem „Handy“ SMS erhalten könne über die Umzugsmöglichkeiten und Verspätungen. Der hat natürlich nur Bahnhof verstanden, denn nicht nur, dass „Handy“ eigentlich handlich bedeutet, im Englischen sagt man nicht SMS, sondern „Texting“ oder „Text“ dazu. So war ich dann schon leicht verwundert, dass die Dame nicht wusste, dass Handy doch eigentlich ein deutscher Begriff ist.

Man glaubt, dass man auf solche Fallen nicht tappt, wenn man in den USA lebt. Aber als Deutscher kann man schon mal versehentlich diese Begriffe zur Verwunderung von Amerikanern verwenden. Vor allem, wenn man mal sagen möchte, dass man „amerikanische Oldtimer“ liebt … was allerdings so klingt wie, als würde man konservative Menschen lieben oder auf alte Menschen (also Opas oder Omas) stehen.

Mein Lieblingsbegriff ist übrigens Homepage. Wenn ich mit Deutschen in der IT spreche, führt das oft zu Missverständnissen. Der Amerikaner meint damit nämlich die Einstiegsseite einer Website. Und aus mir unerklärlichen Gründen versteht der Deutsche darunter den gesamten Webauftritt. Das Gespräch ist kann dann ungefähr so lauten:

Amerikaner: „Auf der Homepage fehlt der Titel“.
Deutscher: „Wo auf der Homepage?“

  • Habe ich doch gerade gesagt, auf der Homepage!
  • Wo genau auf der Homepage?
  • (genervt) Oben, wo sonst? Oder platziert ihr Titel in Deutschland woanders?
  • Auf welcher Seite der Homepage?
  • Oben auf der Seite!

Und so kann man sich das vorstellen, wie das Gespräch dann weitergeht, bis dann der Deutsche merkt, dass er den Begriff „Homepage“ falsch verwendet.

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