Oktoberfest in den USA

Deutsche in den USA: Lederhosen & Bratwurst

Amerikaner glauben, Deutschland sei Bayern!

Die wichtigsten Bereiche

Heute habe ich das deutsche Sommerfest, hier in Kalifornien bekannt als „The German Sommerfest“ besucht.

Heute habe ich das deutsche Sommerfest, hier in Kalifornien bekannt als „The German Sommerfest“ besucht. Erfahren habe ich von dem Sommerfest in San Diego zufällig und wusste erst auch nicht, was mich dort erwartet. Also habe ich mich auf dem Weg gemacht, und zwar von meinem Wohnort nach El Cajon – einer County von San Diego. Damit ihr auch wisst, was ein County von San Diego ist – es handelt sich dabei um eine eigene Kommune, die sich aber City nennt. Dabei ist es gerade mal 20 Minuten vom Downtown San Diego entfernt.

Im Nachhinein habe ich erfahren, dass es eine Organisation namens German American Societies of San Diego, Inc. gibt – also eine Art Verein. Was ich bislang in Erfahrung bringen konnte war, dass sich hier eine Menge amerikanische Deutschlandfans aufhalten. Die haben innen auch einen eigenen Saal mit Bühne und viel Platz. Hier wird getanzt, es gibt öffentliche Aufführungen, einen Chor und Theater.

Interessanterweise gibt es im German American Societies of San Diego nicht unbedingt viele Deutsche. Viele, die hier Mitglieder sind, sind deswegen aktiv, weil sie die deutsche Kultur zu schätzen wissen und sie leben wollen. Irgendwie ist es aber auch ein Klischee. Viele Amerikaner glauben, die deutsche Kultur bestünde aus Lederhosen, Tracht und Bier. Was durchaus ein Teil der deutschen Kultur ist, aber hier hatte ich den Eindruck nur auf diese Eigenschaften beschränkt worden zu sein. Hat mich aber auch keineswegs gestört. Immerhin handelt es sich hierbei um sehr nette Amerikaner, die die traditionelle Art und Weise der deutschen Kultur weitertragen.

So trifft man hier aber auch deutsche – ich habe lange suchen müssen, bis ich einige bekannte Gesichter im späteren Verlauf der Veranstaltung sah. Nicht unbedingt handelt es sich dabei um Mitglieder, aber sie kommen genauso wie ich auch zu solchen amerikanischen Veranstaltungen, da sie ja irgendwie unter der deutschen Flagge stattfinden.

Die Bratwurst-Diskussion mit dem Grillmeister war auch interessant. Er hat an jenem Tag erst erfahren, dass Brat wohl von „braun“ kommt und hat dann die Schlussfolgerung gezogen, dass Bratwurst ohne gegrillt zu werden nur „Wurst“ sein muss. Das war eine lustige Schlussfolgerung von ihm, darüber habe ich mich amüsiert. Ich habe ihn jetzt nicht weiter aufgeklärt, dass Bratwurst ohne „Brat“ immer noch Wurst ist und auch weiterhin genießbar, also nicht Rohwurst. Aber die Diskussion hätte zu weit geführt, also haben wir uns einfach freundlich verabschiedet.

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