Frühstück ist nicht die wichtigste Mahlzeit des Tages
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Frühstück ist nicht die wichtigste Mahlzeit des Tages

Frühstück ist nur ein Marketing-Schwindel aus den USA

Der Spruch „Frühstück ist die wichtigste Mahlzeit des Tages“ ist eine Erfindung vom John Harvey Kellogg, dem Hersteller und Industriellen von Kelloggs Cornflakes.

Seitdem essen Amerikaner und auch mittlerweile die gesamte Welt Müsli zum Frühstück. Neue Erkenntnisse zeigen, dass das Frühstücken früh am Morgen nicht unbedingt gesund ist und Menschen vor dem industriellen Zeitalter auch eigentlich so etwas wie Frühstück nicht kannten. Zudem haben weitere Industrielle auch das Bacon and Egg sowie auch den Orangensaft, wie auch viele weitere Produkte als wichtig für das Frühstück deklariert, um ihre Produkte zu vermarkten. Der Begriff Breakfast ist daher lediglich eine Marketing-Erfindung der Industrie schon seit fast 100 Jahren.

Warum Amerikaner immer nur Müsli zum Frühstück essen? Ganz einfach. Weil die Industrie denen eingetrichtert hat, dass angeblich früh am Morgen sich mit Essen zu füllen gesund sei.

Der Spruch „Frühstück ist die wichtigste Mahlzeit des Tages“ wurde von John Harvey Kellogg eingeführt — dem Müsli-Milliardär. Warum ein Haufen Kohlenhydrate mit Zucker zu irgendeiner Zeit gesund sein soll, ist seitdem jedem Ernährungswissenschaftler seitdem ein Rätsel.

Frühstück an sich ist eine Erfindung der Industrie, denn vor dem industriellen Zeitalter gab es sowas wie Frühstück im Grunde nicht.

Dass Frühstück nur ein Marketing-Spruch ist kann man mittlerweile überall nachlesen, doch die wenigsten wissen es.

Müsli war somit eigentlich eine Erfindung von Kelloggs und sollte sogar vor der Selbstbefriedigung abhalten … dazu nachher mehr.

„Frühstück ist die wichtigste Mahlzeit des Tages“ ist ein Marketing-Spruch von John Kellogg, dem Erfinder on Kellogg Cornflakes.

Erstmals erschien der Spruch im Jahre 1917 zurückverfolgt im Magazin Good Health. Dort steht: „Breakfast is the most important meal of the day“:

Und der Grund könnte banaler nicht beschrieben werden: „Because it is the meal that gets the day started.“

Ein Blick in das Editorial des Magazins verrät jeddoch, dass Der Herausgeber des Magazins John Kellogg selbst war.

Der Spruch wurde dann später aufgegriffen von der Tageszeitung „Daily Telegraph“ und hat sich über die ganze Welt verbreitet. Das ist so, als würde ein Hersteller von Armbanduhren behaupten, die Armbanduhr sei das wichtigste Kleidungsstück des Menschen.

Kellogg wurde später zum erfolgreichsten Müsli und hat sich über die ganze Welt verbreitet. Ganze Abteilungen bis heute sind überfüllt mit Müsli. Und man findet oft kein einziges Müsli, wo kein Zucker als Zutat darin enthalten ist. Die Frage stellt sich somit vielen Wissenschaftlern: Warum sollen Zucker, Kohlenhydrate, quasi Keksgranulat früh am Morgen gesund sein?

Dieses Marketing-Erfolg von Kellogg wurde so stark, dass auch andere Hersteller auf den Trend aufgesprungen sind, dass das das Essen früh am morgen wichtig sei.

Wenn ihr euch fragt, warum Amerikaner auch Eier und Speck zum Frühstück gerne essen, geht das auf einen anderen Marketing-Gag zurück: Denn einige Jahre später, nachdem der Spruch mit dem Frühstück bekannt wurde, kam der Ökonom Edward Bernays auf eine neue Idee:

Er veranlasste Ärzte dazu zu behaupten, dass Speck und Ei das A und O dieses nun neu-entstandenen gesunden Frühstücks seien.

Edward Bernays wollte letzten Endes für sein Unternehmen zu werben, welches unter von den Produkten Speck und Ei profitierte.

Edward Bernays
Edward Bernays

Bernays hat 5000 Ärzte überzeugt ein Schriftstück zu signieren, das empfiehlt, dass (also Bacon and Egg) ideal als Frühstück seien, um den Tag zu beginnen.

Seitdem essen Amerikaner Speck und Ei in Massen zum Frühstück. Nebst der Zucker- und Kohlenhydrat-Attacke mit dem angeblich-gesunden Müsli, kam also die Cholesterol-Attacke dazu.

 

Vor dem Industrialismus gab es kein Frühstück

Bis Anfang des 19. Jahrhundert gab es gar kein Müsli. Die Deutschen haben von den Amerikanern das Konzept ebenfalls abgekupfert. Hier heißt es „Cereal“, in Deutschland heißt es Müsli

Und selbst Deutsche glauben seitdem, wie fast alle europäischen Länder auch, Keksgranulat mit Rohrzucker früh am Morgen sei gesund.

Frühstück sollte vor der Masturbation abhalten

John Kellogg sah die Art sich selbst am Körper zu befriedigen als etwas Unsittliches und eine selbst-verdreckende Sünde.

Demnach hat John Kellogg die damals noch relativ konservative Gesellschaft daran glauben lassen wollen, dass Selbstbefriedigung die negative Nebenwirkung einer schlechten Ernährung sei.

Entsprechend warb er damit, dass Kellogg Cornflakes diese Lüste aus dem Weg räumen würde.

Haben Menschen in frühem Zeitalter gefrühstückt? 

Wer die Entwicklung des Homo Spaniens,kennt, weiß, dass wir ursprünglich Jäger waren, und hauptsächlich Fleisch aßen. Die Gesellschaft ging später über zur Landwirtschaft. Anbau von Getreide, Tieren und somit das Bauernwesen kamen hinzu.

Frühe Siedler haben daher schon damals Haferflocken mit Milch gemischt und ihre Kinder damit ernährt und zwar als Ergänzung oder Zusatz zur Muttermilch. Es gab also eine Art von Müsli bereits früher, aber in Form von Haferflocken.

Diese Jahrtausende Jahre alte Tradition, die tief in den Köpfen der Menschen saß wurde mit der Idee, dass angeblich auch Müsli mit Milch zur wichtigsten Mahlzeit gehöre von der Industrie ausgenutzt. Auf dem ersten Blick schien das die logische Weiterentwicklung zu sein. Allerdings sind Haferflocken im Vergleich zu Keksgranulat Welten voneinander entfernt, was den Nährwert betrifft.

Dass viele Müslisorten mit Haferflocken-Brei für Kleinkinder nichts zu tun haben, sollte man bereit beim Anblick der Zutatenliste bei Müsli bereits erkennen.

Während wir das von der Industrie erklärte Müsli in uns reinschaufeln mit absichtlich aber fälschlich eingepflanztem Gewissen, ist Haferflocken-Brei bis heute noch außerhalb der westlichen Hemisphäre durchaus noch beliebt wie zum Beispiel in Asien.

Frühstück an sich ist in asiatischen Ländern nicht verbreitet. In China gibt es beispielsweise kein Frühstück, sondern es werden Reis, Nudeln, Reisnudeln und andere Warmspeisen serviert. Kein Wunder, denn die asiatischen Länder wurden von diesem Marketing rund um das angebliche Frühstück weitgehend verschont, der hauptsächlich in westlichen Ländern im Zeitalter des Industrialismus stattfand.

In der vorindustriellen Zeit, also bevor Industrielle versucht haben Profit mit solchen Ideen zu schlagen, haben die Menschen oft Alkohol als erste Mahlzeit zu sich genommen. Allerdings nicht unbedingt direkt nach dem Aufstehen, sondern etwas später während des Tages, wie beispielsweise Brot und Bier oder Wein. In Europa gab es sogar Biersuppe, was man sogar über den ganzen Tag hinweg vom Krug schlürfte, um im gesamten Tagesablauf satt zu bleiben.

Letztlich, vieles von dem, was wir als Frühstück betrachten, wurde uns als selbstverständlich erklärt, damit wir es konsumieren.

 

Kaffee zum Frühstück ist eine Erfindung der Industrie

Kaffee zum Beispiel kam aufgrund ihres aufputschenden Koffeins erst Anfang des 19. Jahrhundert als flächendeckendes Produkt in Europa und hat sich stark verbreitet. Sie diente hauptsächlich zum Zwecke der Steigerung der Produktivität und wurde daher auch während der Zeit der Industrialisierung beliebt— eine Zeit, die die Ära der Fließbandarbeit und Massenproduktion einläutete. Auf diese Weise konnten Menschen sich für ihre tägliche harte Handarbeit aufputschen. Dass Bier und Wein nicht den gleichen Effekt haben, versteht sich von selbst.

 

Auch Tee ist eine Erfindung der Industrie

Selbst Tee kam dazu, ebenfalls als aufputschendes Mittel aufgrund des hohen Koffeingehalts. Der Apotheker Richard Davies war der erste, der den Tee in New York in Kombination mit „Frühstück“ verbreitete und nannte es „Englisch Breakfast Tea“. Somit hängte er sich also an die bereits erfolgreich laufenden Marketing-Kampagne „Breakfast“ an und sprach damit auch die damaligen englischen Siedler, und später alle anderen Zielgruppen an.

Da sah auch ein weiterer Industrieller namens Robert Drysdale die Opportunität und schaffte einen neuen Begriff als eine weitere Marke: „English Breakfast“

Weitere Marken wie „Irish and Scottish Breakfast Blends“ kamen ebenfalls hinzu. „Breakfast“ war eines der erfolgreichsten Marketing-Aktionen des Industrie anfang der Industrialisierung.

 

Auch Orangensaft zum Frühstück ist eine Erfindung der Industrie

Ebenfalls wurde Orangensaft als Teil des Frühstücks vermarktet, als Industrielle entdeckten, dass man auf diese Weisen Orangen besser und mehr verkaufen konnte, wenn Menschen auch anfingen, sie während des Frühstücks zu trinken. Und so machten sie Werbung dafür, dass einem gesunden Frühstück angeblich ein Orangensaft dazugehören würde. Früher dagegen trank man Orangensäfte nur, wenn man in der Nähe von Orangen-Plantagen war.

Nun jetzt fing man jedoch an pasteurisierte und verpackte Orangensäfte als Massenware zu verkaufen: Mit Rohrzucker und Wasser abgefüllte farbige Verpackungen mit wenig Anteil an echtem Orangensaft.

 

Haben Menschen früh am morgen nichts gegessen?

Früh am Morgen hart zu speisen ist nicht ganz unbekannt. Viele Menschen, die einen langen oder harten Tag beginnen haben seit Jahrhunderten bereits angefangen sehr früh am Morgen kräftige Speisen zu sich zu nehmen — vor allem Bauern. Üblich waren Speck, Brot, Suppen und Fleischsorten — alle diese Dinge haben Menschen, die einen sehr harten und langen Feld-Arbeitstag im Feld vor sich hatten schon bereits vor Jahrhunderten gegessen. Als die Industrie das als allgegenwärtige Tatsache deklarierte, war es einfacher für die Menschen das frühe Speisen von harten Speisen als Selbstverständlichkeit hinzunehmen nach dem Motto „mein Großpapa hat schon früh am Morgen gegessen und er wurde 90 Jahre alt. Da muss was daran stimmen.“

Dass dabei viele Menschen ihr Leben Lang im Feld gearbeitet haben und die heutige Arbeit im Büro in der Neuzeit entstanden ist wurde dabei relativ schnell außer Acht gelassen. Denn, mal ehrlich: Marmelade, Zucker, Nutella, leckeres Brot, Speck, Ei — wer glaubt nicht gerne daran, dass das gesund sei. Und genau aus diesem Grund wurde das Frühstück so erfolgreich vermarktet. Die Bevölkerung wollte das glauben, weil es eben so gut schmeckt.

Der beste Trick den die Lebensmittelindustrie durchführte, war, die Welt davon zu überzeugen, dass man die leckersten und ungesundesten Speisen essen darf, wenn es zu einer bestimmten Zeit stattfindet. Wenn man genau darüber nachdenkt, muss jedem auffallen, dass das nicht stimmig sein kann. Tatsache ist nämlich, dass es keine Zeit gibt, bei der Ungesundes Zeug gegessen werden kann. Ungesund bleibt ungesund, egal zu welcher Zeit.

Und damit das auch ganz offiziell klingt, wurde diese Zeit von der Industrie quasi als Markenname vermarkten, so wie wir Jahreszeiten und Tageszeiten benennen — und so entstand der Begriff, so als wäre es etwas ganz Offizielles und Harmloses: „Frühstück“.

 

Ist Frühstück ungesund?

Es kommt auf die Situation an. Jemand, der weniger körperliche Anstrengung leistet, sollte sich überleben, ob das Konzept von frühem Reinschaufeln von schweren Speisen angebracht ist. Das Frühstück kann hier zum echten Problem werden. In einem Artikel mit dem Titel „die trügerische Geschichte von Müsli“ hat Jessica Griggs dieses Problem näher erörtert und versucht mit dem Gerüch aufzuräumen, dass das Frühstück gesund sei. Sie fragt sich, was es mit all den modernen Studien zur Wichtigkeit des Frühstücks für einen gesunden Lebensstil auf sich hat. Darin erklärt sie, dass wir die Behauptungen gehört haben, dass ein gutes Frühstück die Gewichtsabnahme und Konzentration fördere, den Cholesterinspiegel senke und so weiter.

Sie bezieht sich auf die Angaben der Gesundheitsexpertin Julia Belluz, dass die meisten dieser Studien viele Faktoren nicht berücksichtigen. Zum Beispiel: Vielleicht sind diejenigen, die frühstücken und schlanker sind, sich mehr um sich kümmern, Sport treiben und qualitativ hochwertigere Lebensmittel speisen? Vielleicht haben diejenigen, die das Frühstück auslassen und korpulenter sind, auch andere gesundheitliche Probleme, die zu ihrem Gewicht beitragen? Man sieht also oft, dass die Gesundheit einer Person nicht daran gemessen werden kann, ob sie frühstückt oder nicht.

Frühstück kann also auch durchaus sehr ungesund sein. Es kommt aber auch darauf an, was man morgens zu sich nimmt. Haferflocken und frische Früchte können förderlich sein, wenn man sie entsprechend auch mit genügend Bewegung verbrennt.

Wenn man jedoch mit hohem Gewicht zu kämpfen hat, und dann frische Früchte jeden Tag zu sich nimmt, kann das auf den Körper auch hier negative Auswirkungen haben aufgrund der hohen Kalorien von Früchten insgesamt. Und somit kann gesagt werden, ob Frucht oder nicht Frucht, man soll nur soviel essen und auch das esse, was man nachher auch gut verbrennen kann. Auch mit Frucht kann mal also letzten Endes zunehmen.

Doch insgesamt bleibt festzuhalten: Muffin und Teig-Pancakes mit Zuckersyrup und Keksgranulate sind sicherlich keine empfohlenen Nährstoffe für niemanden zu keiner Zeit.

 

Wieso hat man morgens hunger?

Der Körper hat in der Regel nicht das Bedürfnis nach Speisen früh am Morgen. Natürlich hat jeder erstmal Hunger am Morgen, wenn man sein Körper jahrelang darauf trainiert hat immer zu einer bestimmten Zeit früh morgens zu essen. Dieses Hungergefühl ist jedoch programmiert.

Wer eine Zeit lang seinen Körper von der täglichen Zunahme von Speisen fernhält wird jedoch schnell feststellen, dass morgens das Hungergefühl sich nicht mehr zu Worte meldet.

Quellenangaben

  • Kellogg, J. H. (Hrsg.) (1917): Good Health Magazine, Ausgabe Januar 1917 (Volume 52),
    www.google.com/books/edition/Good_Health/KDk5AQAAMAAJ?hl=en&gbpv=1&kptab=editions (aufgerufen am 31.12.2021)
  • Matt, S. (2018): Corn Flakes Were Part of an Anti-Masturbation Crusade, Mental Floss (Pro Sportority Ltd.), www.mentalfloss.com/article/32042/corn-flakes-were-invented-part-anti-masturbation-crusade (aufgerufen am 31.12.2021).
  • Wheeler, A. (2017): The Secret History Of Breakfast, mashed Magazin (Static Media)
    www.mashed.com/66838/secret-history-breakfast/ (aufgerufen am 31.12.2021).
  • Schwartz, E. (2016): Why Coffee (Might Have) Caused the Industrial Revolution, econlife,
  • econlife.com/2016/04/coffee-history-stock-markets-and-innovation/ (aufgerufen am 31.12.2021).
  • Griggs, J. (2019): The Deceitful History Of Cereal, 12tomatoes (Great Life Publishing), 12tomatoes.com/history-of-cereal/

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