In diesem Beitrag erzähle ich euch, wie man in den USA einen Job findet. Zunächst brauchen wir für diese Aufgabe allerdings einige Zutaten. Bevor ich euch erzähle, was wie man in den USA einen Job finden, findet ihr in diesem Video erst mal die Voraussetzungen aufgezählt, um in Amerika überhaupt arbeiten zu dürfen. Insgesamt gibt es hierbei 4 wesentliche Punkt zu beachten.
  1. Amerikanische Adresse

    Ohne eine US-Amerikanische Adresse, die man auf dem Lebenslauf und Anschreiben angibt, wird es sehr schwer hier ein Bewerbungsgespräch stattfinden zu lassen. Hinzu kommt, dass man eine amerikanische Adresse haben sollte, die in der gleichen Stadt oder Ort sein muss, wo sich das Unternehmen befindet. Fast 60% der Unternehmen fragen bereits online im Vorfeld, ob man auch in dieser Stadt lebt: „Do you live in San Diego?“ Eine US-amerikanische Adresse wird benötigt, weil die Unternehmen hier oft darauf achten, ob man auch tatsächlich aus dem Ort kommt, wo man arbeiten möchte. Wenn man beispielsweise einen Job in Kalifornien sucht und sich aus New York bewirbt, ist die Chance höher, dass man von dem Bewerbungsprozess ausgeschlossen wird. Da kann man sich ja eigentlich schon denken, dass man dann auch ausgeschieden wird, wenn man sich aus Deutschland bewirbt.
  2. Amerikanische Rufnummer

    Bei fast allen Bewerbungen muss man seine US-Rufnummer angeben. In den USA kennt man nur amerikanische Rufnummern. Wer beispielsweise eine deutsche oder europäische Rufnummer angibt, der würde eher vom Bewerbungsprozess ausgeschlossen werden. In den USA gibt es keine Unterschiede bei den Vorwahlen zwischen Festnetz und Mobilfunk. Man sieht also nicht anhand der Vorwahl, ob es mobil oder fest ist. Wenn man beispielsweise in San Diego einen Vertrag abschließt, gibt bekommt man oft 619 als Vorwahl an, welches in diesem Fall Süd-San Diego meint. Area code 858 beispielsweise steht für San Diego County, also mehr die weitere Umgebung. Dennoch ist selbst die Vorwahl in den USA kein Indiz dafür, wo man lebt. Wenn man nämlich umzieht, nimmt man seine Rufnummer samt Vorwahl mit. Tipp: Mittlerweile gibt es zahlreiche Dienste, wo man amerikanische Rufnummern kaufen/mieten kann. Zum Beispiel über Skype oder Viber.
  3. Arbeitserlaubnis in den USA

    Das Wichtigste bleibt jedoch die amerikanische Arbeitserlaubnis, also ein US-Visum – und zwar am besten eine Greencard. Dann hat man im Grunde keinerlei Probleme und Schwierigkeiten, wenn man gefragt wird, ob man hier bereits eine Arbeitserlaubnis hat oder schon alles geregelt hat. Als letztes und auch zusammenhängend mit dem Arbeitsvisum hängt die Social Security Number zusammen. Diesen bekommt man, sobald man in den USA eine Arbeitserlaubnis hat. Und es ist dann auch die Social Security Nummer, die abgefragt wird, wenn man einen Job sucht. Alle Job Ausschreibungen in USA wollen Angaben über die Arbeitserlaubnis haben. Einige wenige fragen nicht sofort danach, aber spätestens vor dem Anfang des Bewerbungsgesprächs taucht diese Frage auf. Der Grund ist der, dass es in den USA einen sehr großen Arbeitsmarkt gibt. Es gibt also meist genug qualifizierte Menschen, die eine Arbeitserlaubnis haben, und daher möchte man folgendes vermeiden: Einige Ausländer versuchen sich hier ohne Arbeitserlaubnis zu bewerben, um dann im Nachhinein mit Hilfe des Unternehmens ein Arbeitsvisum zu erhalten, was allerdings für das Unternehmen mit erheblichen Aufwänden und Kosten verbunden ist. Um das zu vermeiden, ist das einer der ersten Fragen. Arbeiten in den USA Weiterhin fragen mehr als 90% der Unternehmen, ob man in Zukunft eine Arbeitserlaubnis braucht. Die Formulierung lautet wie folgt: „Will you now or in the future require sponsorship?“. Das ist die Standardfrage bei fast allen Online-Formularen. Wenn man dort „ja“ eingibt, bekommt man zwar eine Bestätigung, dass die Bewerbung abgeschickt wurde, sie landet aber nie bei einer realen Person. Die Bewerbung wird einfach im System gelöscht. Wer hier nur eine Arbeitserlaubnis für 3 oder 6 Jahre hat, wird es daher sehr schwer haben einen Job über die gewöhnlichen Jobportale zu finden. Voraussetzung ist, dass man die Frage also immer bejaht und somit entweder eine Green Card hat, also eine unbefristete Aufenthalts- und Arbeitserlaubnis, oder ein amerikanischer Staatsbürger ist. Übrigens wird nie gefragt, ob man US-Amerikaner ist oder nicht. In allen Fällen reicht jedem Unternehmen hier, dass man eine Green Card hat. Hauptsache, es kommt dem Unternehmen keine Arbeit zu und derjenige kann sofort anfangen zu arbeiten.
  4. Social Security Number

    Ohne die Social Security Number kann und darf man in den USA nicht arbeiten. Diese wird zwar im Bewerbungsgespräch nie abgefragt, aber spätestens bei der Einstellungsphase muss man sie vorweisen. Nur wer hier übrigens eine Arbeitserlaubnis hat, hat auch eine Social Security Number. Habt ihr alle diese Zutaten? Prima, dann kann es losgehen. In nachfolgenden Beiträgen erzähle ich euch, wie man sich in den USA bewirbt, d. h. wie ein Lebenslauf und Anschreiben hier auszusehen haben. Weiterhin könnt ihr lesen, wie eigentlich eine Bewerbungsphase in den USA verläuft.

Fragen & Antworten über das amerikanische Arbeitsvisum

Unten habe ich die wichtigsten Fragen und Antworten zusammengestellt, die mir in den Videos gestellt wurden:
  • Wenn ich in den USA einen Job finden möchte, geht es dann also nur wenn bereits eine Greencard habe? Gibt es wirklich keine andere Möglichkeit ansonsten in die USA auszuwandern? (Also abgesehen von Person von besonderem Interesse etc.) Die Greencard ist keine Voraussetzung für einen Job. Man kann in den USA auch arbeiten, wenn man ein Arbeitsvisum hat, wie beispielsweise den H1-B. Allerdings setzt der H1-B einen Antrag Deines zukünftigen Arbeitgebers voraus. Er muss der amerikanischen Behörde nachweisen, dass er in den USA keine gleichwertige Arbeitskraft finden konnte und auf Deine Fähigkeiten angewiesen ist. Wenn Du einen Arbeitgeber findest, der das für Dich bereit ist zu machen, nennt man ihn in der Fachsprache „Sponsor“. Du musst Dir also ein amerikanisches Unternehmen also Sponsor finden. Mit dem H1-B bekommst Du dann erst mal für 3 Jahre eine Arbeitserlaubnis nur für den Arbeitgeber, der Dich gesponsert hat.
  • Wie hoch ist die Chance einen Job in der IT Branche in den USA zu finden? Die Chance ist sehr hoch. Im Grunde nicht anders, als in Europa oder Deutschland. Der Job kommt natürlich nicht auf einen zu. Auch hier ist eine große Anstrengung notwendig, bis man einen Job gefunden hat. Weiterhin kommt es darauf an, in welchem Staat man sich aufhält. Kalifornien ist natürlich die Hochburg der IT. Aber auch in New York findest Du sehr viele IT Jobs. Außerdem kommt es natürlich auf den Bereich in der IT an. IT ist ja ein sehr breites Umfeld.
  • Deutschen Ausbildungen in Amerika anerkannt, wie beispielsweise Tischler oder Elektriker? In den USA gibt keine Ausbildung, so wie in Deutschland.  Grundsätzlich kann man hier aber Jobs wie Tischler und Friseur und ähnlichem nachgehen, teilweise jedoch mit Erlaubnis oder Zertifikat. Jobs wie Elektriker benötigen ein staatliches Zertifikat. Womit wir beim Thema wären. Hier läuft alles über Zertifikate ab. Es gibt private Schulen, die akkreditiert sind, Zertifikate zu vergeben. Diese bieten Programme an, bei denen man Kurse belegen, um nachher die Prüfung für das Zertifikat zu bestehen. Diese Zertifikate sind definiert und können nicht durch ausländische äquivalente Diplome ersetzt werden. Aber du kannst zum Beispiel als deutscher Elektriker nicht den Kurs überspringen und direkt die Prüfung ablegen, selbst du beispielsweise beweisen kannst, dass du bestimmte Voraussetzungen erfüllst (Joberfahrung, äquivalente Ausbildung etc.). Aber um den Test kommst du nicht herum.
  • Hat man als Metallbauer die Chance in den USA Fuß zu fassen? USA ist ein sehr großer Markt. Vor allem in diesem und vielen anderen Bereichen kann erfolgreich sein, da Bedarf fast immer vorhanden ist.
 

Job in den USA finden (Teil 2): Was gehört nicht in den Lebenslauf

Der Lebenslauf in den USA ist einer der wichtigsten Schritte, doch was sollte man auf keinen Fall tun?

Job in den USA finden (Teil 3): Das alles gehört in den Lebenslauf

Diese Dinge sollten auf keinen Fall in einem Lebenslauf fehlen, sonst wird man in den USA nicht ernst genommen

Job in den USA finden (Teil 4): Die Bewerbung

Wie bewirbt man sich eigentlich um einen Job? Wenn man weiß, wie es in Deutschland funktioniert, muss man sich in USA ganz neu in das Thema einarbeiten, denn hierzulande läuft es komplett anders ab.

Job in den USA finden (Teil 5): Das Bewerbungsgespräch

Das Bewerbungsgespräch wird in USA Interview genannt und führt zu den meisten Missverständnissen. Denn es findet im ersten Schritt und in den seltensten Fällen oder gar nicht erst vor Ort oder gar vom potenziellen Arbeitgeber statt.  

Auslandsjahr & Work & Travel in USA

Es ist nicht unbedingt eine Arbeitserlaubnis notwendig, um in Amerika arbeiten zu dürfen. Schneller geht es über das sogenannte Work & Travel
Greencard: die Voraussetzungen Mit der Greencard hat man fast die gleichen Rechte wie ein amerikanischer Staatsbürger. Die Arbeitserlaubnis ist somit in der Greencard inclusive und das beste: Sie ist unbefristet! Vollständigen Artikel lesen

Hinterlasse einen Kommentar: