Waffenrecht USA

Waffenrecht USA vs. Deutschland

Waffengesetze in Amerika im Vergleich

Die wichtigsten Bereiche

Heute habe ich mich dazu entschlossen ein etwas kontroverses Thema anzugehen: Waffenrecht in den USA versus Deutschland. Das Video zeigt, wie streng die Regeln in USA sein können. Ich decke auf, dass Vieles, was wir in Deutschland über das Waffengesetz in USA gehört haben, so nicht stimmt.

Daher habe ich mal für euch recherchiert, wie es tatsächlich um das Waffenrecht in USA aussieht: Was muss man tun, um eine Schusswaffe zu kaufen? Darf man wirklich eine Schusswaffe einfach so tragen?

Schusswaffe einfach kaufen?

In Deutschland hört man sehr oft, es sei sehr einfach in den USA eine Schusswaffe zu kaufen. Zunächst einmal sei gesagt, in den USA gibt es insgesamt 114 millionen registrierte legale Waffenbesitzer.

Das aber bei 318 Mio. Einwohnern. Allerdings haben hier viele der Waffenbesitzer durchschnittlich 5 Schusswaffen. So hat durchschnittlich jeder 9. amerikanische Bürger eine legale Schusswaffe. In Deutschland dagegen gibt es insgesamt 8 Millionen registrierte Waffen  – Stand 2015. Würden wir die Waffen unter den deutschen Bürgern verteilen, hätte jeder 10. deutsche Bundesbürger eine legal Schusswaffe. Somit ist Deutschland eigentlich nicht sehr weit entfernt von USA. Das geht sicherlich zurück auf die Sportschützen- und Jägerkultur von Deutschland.

Für beide Länder braucht man eine Erwerbsberechtigung vor dem Kauf einer Schusswaffe. In den USA beantragt man diese beim Amt für Waffen (Bureau of Firearms) im Department of Justice, also beim Justizministerium. In Deutschland bei der Waffenbehörde der Polizei.

In Deutschland kann man in der Regel nur eine Erwerbsberechtigung beantragen, also das Recht eine Schusswaffe zu besitzen, wenn man Jäger, Sportler oder Waffensammler ist. In den USA gibt man als Grund die Selbstverteidigung an.

Die Jägerprüfung in Deutschland

In Deutschland muss man als Jäger die Jägerprüfung bestehen, diese setzt die sogenannte Waffensachkundeprüfung voraus. Als Sportler reicht dagegen nur die Waffensachkundeprüfung und diese kostet zum Beispiel beim Rheinischen Schützenbund (RSB) um die 30 Euro. Das ist der größte Verband in Deutschland für Sportschützen.

In USA muss man die sog. „Firearms Safety Training“-Prüfung bestehen. Dieses kostet um die 20 US-Dollar. Und dieses kann man beispielsweise beim National Rifle Association (NRA) ablegen, die vom Staat zertizifiert ist dieses Training zu absolvieren – dem größten Schusswaffenverband der USA. In beiden Ländern besteht die Prüfung aus dem theoretischen und praktischen Teil.

In Deutschland kann jeder Jäger sofort nach dem Erwerb des Jagdscheins nach der Jägerprüfung Kurz- und Langwaffen kaufen, sobald die Behörde einem die sog. WBK (Waffenbesitzkarte) überreicht hat. Einziger Unterschied in Deutschland: Sportschützen müssen 12 Monate in einem Sportverein aktiv sein.

Auch in Deutschland hat jeder Bürger das Recht auf eine Waffe

In Deutschland hat jeder Bürger das Recht auf eine Waffe z. B. gem. des Gleichstellungsgesetzes, wenn er die Auflagen erfüllt. In den USA ist es ähnlich, dieses Recht wird allerdings separat in der Verfassung spezifiziert.

Nach dem Antrag gibt es in Deutschland einen Sicherheitscheck im Polizeiregister (BKA), im Bundeszentralregister der letzten 20 Jahre, beim Verfassungsschutz und bei der Staatsanwaltschaft. In USA gibt es beim Antrag ebenfalls einen Check, nämlich bei der FBI-Datenbank, beim Police Department und dem Department of Justice.

Wer einen Eintrag bei der Polizei hat, dem wird in beiden Ländern der Antrag abgewiesen. Das sind beispielsweise vergangene Delikte wie „Alkohol am Steuer“, wie es in Deutschland heißt, oder DUI (Driving Under the Influence), wie man es in USA nennt. Dann ist die Berechtigung auch weg, die Schusswaffen muss man dann entsprechend auch veräußern.

Ein Tresor muss vorgewiesen werden

In Deutschland muss man vorweisen, dass man einen B-Schrank Tresor für Kurzwaffen, oder einen A-Schrank für Langwaffen zur Aufbewahrung besitzt.

In USA muss man auch einen Tresor vorweisen, hierzulande heißt es allerdings, es muss ein RC 60+ Schrank und NRTL zertifiziert sein. Hier der passende Link dazu: http://oag.ca.gov/firearms/gunsafe

Sind alle diese Auflagen erfüllt, kann man sich, in beiden Ländern eine Schusswaffe kaufen.

Vollautomatische Waffen, so beispielsweise Maschinenpistolen, sind in beiden Ländern verboten. Dieses Recht behält sich in beiden Ländern nur das Milität vor. In Deutschland kann die Polizei nur mit einer Sondergenehmigung des BKA auch Maschinenpistolen nutzen, beispielsweise in Krisensituationen. In den USA ist der Besitz nur mit der Erlaubnis der amerikanischen Waffenbehörde möglich. So werden derzeitig solche Anträge beispielsweise bei zu Showzwecken temporär erlaubt.

Was ist anders am US-Waffengesetz?

Vielleicht erinnert ihr euch an diese ganze Scheinwaffendiskussion in Deutschland. Dabei ging es um Plastik-Airsoft-Waffen, die Nachahmungen von echten Waffen sind, d. h. nicht mal von der Nähe der Unterschied zu erkennen ist.

Diese Waffen sind hier in den USA absolut verboten, in Deutschland allerdings noch erlaubt. In den USA darf niemand eine Nachahmung besitzen, verkaufen oder herstellen.

Es gibt in den USA außerdem ein Gesetz ausschließlich nur für Airsoft-, Gas-, Schreck- und Luftpistolen. Diese Waffen müssen mit einem deutlichen roten Fleck gekennzeichnet sein, welcher so aussieht sie aussehen lässt wie eine Spielzeugpistole. In Deutschland dagegen gilt diese Regelung nicht. Somit ist die Regelung in den USA wesentlich strenger.

In Deutschland kann man sogar online eine Waffe kaufen

Außerdem: Wer in Deutschland eine Waffe verkauft, tut dies zum Beispiel über ein Online-Portal wie egun.de. Hier verkaufen meist Privatpersonen ihre Schusswaffen an andere.

Diese Art des Waffenhandels ist in Deutschland erlaubt. Hierzu muss der Verkäufer sich die Berechtigung von dem Käufer vorweisen, und nach dem Handel müssen beide, also Käufer und Verkäufer, innerhalb von zwei Wochen den Handel der Waffenbehörde melden. Das ist in Deutschland also noch relativ unkompliziert.

In den USA dagegen darf keiner einem anderen eine Waffe verkaufen. Kauf und Verkauf von Waffen darf nur über einen Treuhänder stattfinden, also über einen zertifizierten Waffenhändler. Wenn also jemand anderen, zum Beispiel in einem anderen Staat, eine Waffe verkauft, müssen beide bei ihrem Waffenhändler persönlich erscheinen. Der Waffenhändler muss zudem eine sog. staatlich (FFL Federal Fireams Licence) besitzen und nimmt entsprechende Gebühren für seine treuhänderische Tätigkeit. Dabei übernimmt der Treuhänder auch die Registrierung und den weiteren Papierkram zwischen Käufer und Verkäufer.

Tragen einer Waffe ist in Kalifornien verboten

Übrigens, in den USA gelten sehr strikte Regelungen bezüglich dem Tragen einer Waffe. Nur Menschen, die berechtigte Gründe vorlegen können, erhalten diese Lizenz.

Diese Gründe sind beispielsweise Menschen, die unter besonderer Gefährdung leben, Waffenhändler oder Waffentransporteure, die das Abhandenkommen der Waren beschützen müssen. Für normale Bürger ist diese Erlaubnis daher kaum zu erlangen.

Wenn man in USA seine Schusswaffe zum Schiesstand transportiert, muss man die Waffe entladen, Munition in einen anderen Behälter legeb, die Waffe in einem Koffer abschließen und im Auto hinlegen, dass man nicht direkt darauf zugreifen kann. Dieses Gesetz ist im Übrigen auch dem deutschen Gesetz sehr ähnlich.

Eigenartig im Vergleich zu Deutschland ist auch, dass niemand hier ein Messer versteckt tragen darf, also zum Beispiel in der Hosen- oder Jackentasche. Das Tragen von Messern in USA ist nur offen erlaubt. Das heißt, man muss sie sichtbar tragen. Das ist also wesentlich strenger als in Deutschland. Butterflymesser, Springmesser und Nunchakus gelten hier als sogenannte „illegal weapons“. Nicht nur das Tragen bzw. das Führen dieser Waffe, sondern auch der Besitz ist verboten.

Keine Waffen in Supermärkten

Von vielen hört man, man könne Schusswaffen im Supermarkt kaufen. Tatsächlich gibt es in einigen sehr wenigen Supermärkten auch Waffen.

Meistens handelt es sich dabei um kleine Vororte, in denen Supermärkte eine große Auswahl von Waren anbieten, so dass es beispielsweise in der Stadt nur diesen Supermarkt gibt. Aber in Deutschland geht man dagegen in einen Jägershop oder Waffenladen, den es ebenfalls in fast jeder großen Stadt gibt. Kaufen darf schließlich nur jemand mit Berechtigung und somit ist es im Grunde zweitranging, wo sie im Grunde verkauft werden.


Krankenkassensystem in USA

Nicht nur über das Waffengesetz, sondern auch über das Gesundheitssystem in den USA herrscht ein allgemeines Missverständnis. Hier die Fakten, wie es wirklich ist.


Ein gewöhnlicher Tag in San Diego

Trotz strenger Waffengesetze – das Leben in Kalifornien ist nicht nur sicher, sondern auch schön. In diesem Video zeige ich euch einen Tag in San Diego.

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14 comments for “Waffenrecht USA vs. Deutschland

  1. Whistleblower,
    13. März, 2017 um 18:55

    „[…], in den USA gibt es insgesamt 114 millionen registrierte legale Waffenbesitzer.“ *Millionen
    „[…] 318 Mio. Einwohne[r].“
    „So hat durchschnittlich jeder 9. amerikanische Bürger eine legale Schusswaffe.“

    318 Einwohner : 114 Waffenbesitzer macht bei mir ca. 2,8?
    Waffenbesitzer = Besitzer einer Waffe
    Da muss man nicht mehr errechnen, wer eine Waffe besitzt und 2,8 sind nicht nahezu 10.

  2. Bill,
    15. März, 2017 um 17:44

    Hi! Danke für Dein Kommentar. Gerne kläre ich auf. 114 Millionen registrierte Schusswaffen und jeder hat durchschnittlich 5 Schusswaffen. Somit haben ca. 23 Millionen Amerikaner Schusswaffen – 114 Millionen geteilt durch 5. Damit hätte jeder 13. Amerikaner eine Schusswaffe. Eine andere Statistik sprach aber von jedem 9. Amerikaner, daher habe ich diese Zahl genommen. Viele Grüße!

  3. C,
    19. März, 2017 um 10:10

    Guten Tag,

    Im Text ist aber die Rede von „…114 millionen registrierten legalen Waffenbesitzern…“ und wenn davon jeder fünfte eine Schusswaffen besitzt wäre die Rechnung ja: (114 000 000 * 5) : 318 000 000 was ein Ergebnis von rund 1,8 ergibt.

    Gruß

  4. Bastian,
    4. Oktober, 2017 um 16:52

    Servus,

    Die Zahlen und Vergleiche in dem Beitrag ergeben leider überhaupt keinen Sinn… Hier werden Äpfel mit Birnen verglichen.

    Hier mal das Ergebnis meiner Rechnung wenn ich die oben genannten Zahlen als Grundlage verwende:

    USA:

    318.000.000 Einwohner USA
    /
    114.000.000 registrierte legale Waffenbesitzer
    = 2,75 – jeder 2,75 hat im Ø 5 Waffen
    x
    = 570.000.000 Waffen

    Deutschland:

    8 Millionen registriete Waffen auf 82.000.000 Einwohner
    = jeder 10,25 hat eine Waffe

    zzgl. bei beiden Ländern die Zahl der illegalen Waffen

    Gruß

  5. Ben,
    5. Oktober, 2017 um 15:06

    Im Blog-Artikel heißt es:
    „In den USA dagegen darf keiner einem anderen eine Waffe verkaufen. Kauf und Verkauf von Waffen darf nur über einen Treuhänder stattfinden, also über einen zertifizierten Waffenhändler. “

    Das bezweifle ich. Gibt es dazu Quellen? Meines Wissens gilt das nur für Verkäufe über Bundesstaatengrenzen hinweg. In einem FAQ-Dokument auf der Website des Bureau of Alcohol, Tobacco, Firearms and Explosives ist zu lesen:
    „Any person may sell a firearm to an unlicensed resident of the State where he resides as long as he does not know or have reasonable cause to believe the person is prohibited from receiving or possessing firearms under Federal law.“
    URL: atf.gov/file/61721/download

  6. Cathleen,
    12. Oktober, 2017 um 12:14

    Ausschlaggebend ist für mich die Einschränkung des Waffenbesitzes auf bestimmte Gruppen (Sportschützen, Jäger, etc. …) im Gegensatz dazu bei Berufung auf Selbstverteidigung eigentlich ALLEN schon einmal einen Grund zum Waffenbesitz zu geben.

  7. Martin Müller,
    16. November, 2017 um 11:45

    Was für ein blödsinn Kerle! In Deutschland dürfen ausschließlich Personen mit Jadschein öffentlich eine Waffer tragen und das auch nur im Rahmen der Tätigkeit, sprich wenn sie gerade am Jagen sind. Auf dem Weg dorthin haben sie die Waffe verschlossen und getrennt von Munition verwahren. Ansonsten sind Waffen in sog. befriedten Bezirken (Siedlungsräume, Städte, Gemeinden etc.) ausnahmslos tabu! Und wie viele sind jagdberechtigt? 0,04 %! 32.000 also bei 80.000.0000 Einwohnern in der BRD!

    Alle anderen wie Sportschützen dürfen ausschließlich auf den Plätzen und bei Wettkämpfen die Waffe zugriffsbereit tragen und dabei stets nur mit einer Patrone in der Kammer! Zuhause können sie diese tragen, aber die müssen gefasst sein, dass die untere Waffenbehörde JEDERZEIT unangekündigt vor der Türe stehen kann und die Waffe sicher verwahrt wissen will. Ebenso getrennt gelagert von der Munition. Und wehe fu fährst als Waffenbesitzer großartig zu schnell, tja dann wird dir die Befugnis eine Waffe zu besitzen ganz schnell gestrichen, ebeso wie der Jagdschein.
    Ach ja, wie viele Kurzwaffen darf ein Jäger besitzen? Exakt eine! Gerade mit diesen passieren die meisten tödlichen Auseindersetzungen.

    Eine blanke Farce ist es aus Kalifornien zu bereichten, wenn dort die restriktivten Waffengesetzte der USA dort vorherschen und das auch mit der einzigen Ausnahme, der Rest der Staaten ist da wesentlich offener für Waffen. Übrigens, so ein Kommentar wie mit dem Rambomesser öffentlich tragen… Klingen über 12 cm sind in Deutschland grunsätzlich verboten öffentlich zu tragen. Tja was lernen wir darauß? Vertraue nicht blind irgendwelchen Typen aus dem Netz, ohne dein Hirn einzuschalten.

    Ich könnte noch massig andere Punkt aufzählen…. aber das reicht dicke. Denn eines kann er ja nicht widerlegen, 30.000 Todesfälle jedes Jahr in den USA aufgrund von Schusswaffen bei 380 Mio Einwohner. In Deutschland 820, davon 750 Selbstmord bei 80 Mio Einwohner!

    Jesus, lass flächig bitte mal Hirn regnen!

  8. Tom,
    11. Dezember, 2017 um 19:26

    @Martin Müller:

    Zitat von Ihnen: „Jesus, lass flächig bitte mal Hirn regnen!“
    ja, das wünsch ich mir bei Ihrem Post auch gerade…

    Anzahl der Jäger in der BRD 2016 laut statistischem Bundesland sind 381821, nicht 32000!

    Ein Sportschütze darf je nach Disziplin deutlich mehr als eine Patrone im Patronenlager und Magazin haben. Zumeist sind es bis zu fünf. Von IPSC reden wir hier noch nicht einmal.

    Unangemeldet kann jeder kommen. Eintritt gewähren ohne dringenden Tatverdacht oder anderer wichtigen Gründe muss man beim unangemeldeten Besuch jedoch nicht. Es empfiehlt sich aber, mann hat ja normalerweise nichts zu verbergen. Es ist nun mal so und die Leute machen nur Ihre Arbeit. Leben Sie damit.

    Getrennte Aufbewahrung von Munition und Schusswaffe ist nur unter Sicherheitsstufe 0 verpflichtend und selbst da ist eine Lagerung über Kreuz erlaubt.

    Beim Transport darf Munition und Schusswaffe ebenfalls zusammen transportiert werden. Stichwort Zugriffsverhinderung. Hierbei reicht es schon aus, wenn die Munition in der Originalverpackung, einem Beutel oder einem ähnlichen Behältnis ist. Wir reden hier vom Transport in einem verschlossenen Behältnis.

    Der Jäger darf natürlich auch zwei Kurzwaffen besitzen und nicht eine.

    Von einem Rambomesser habe ich hier nichts gelesen. Fakt ist aber, dass ich in Deutschland ein z.B. feststehendes Messer mit unter 12cm Klingenlänge nun mal offen tragen darf, ohne dafür bestraft zu werden. In den USA (einzelne Staaten, alle Staaten, das weiß ich nicht, Sie dürfen aber gerne selbst nachsehen) werde ich dafür eben bestraft weil illegal. Wo liegt hier das Verständnisproblem?

    Auch das pauschale Verbot des führens einer erlaubnispflichtigen Feuerwaffe ist falsch. Hier bitte einmal die Ausnahmeregelung zur Brauchtumspflege recherchieren.

    Damit das überhaupt noch jemand liest, lass ich es damit gut sein.
    Ein paar Sachen fallen mir noch ein aber die gröbsten Unwahrheiten habe ich Ihnen hoffentlich nähergebracht.

    Ich darf Sie an dieser Stelle noch einmal zitieren. Vertrauen Sie nicht blind irgendeinem Typen aus dem Netz, ohne Ihr Hirn einzuschalten.

    Falls eine von mir gemachte Aussage nicht der Wahrheit entspricht, lasse ich mich gerne belehren mit der Bitte um Richtigstellung.

  9. Dino,
    5. Februar, 2018 um 10:22

    Guten Tag um mal aus der Perspektive eines waffennhalters aus den USA zu berichten,
    Es stimmt das viele Staaten viele Regeln haben und es kommt darauf am wo man lebt. Es gibt 13 Bundesstaaten die ein erlaubnisfreies erwerben und offenes tragen einer Waffe erlauben ab dem 21 Lebensjahr.

    Wer eine Waffe erwerben möchte und besitzen muss einen waffenkurs belegen dieser kostet zwischen 40 und 150 Dollar je nach Wohnort.

    Es gibt dann auch je nach Bundesstaat abkommen zur Anerkennung des jeweiligen waffenschein. In vielen Bundesstaaten darf dann auch das sogenannte concealed carry ( verborgenes tragen) vollziehen.

    Wiederum in manchen Bundesstaaten ist ein offenes tragen erlaubt aber nicht gerne gesehen also trägt man verdeckt.

    NY und NJ stellen grundsätzlich keine erlaubniss aus zum führen einer Waffe nicht einmal pensionierte Polizisten.

    In 5 Bundestaaten sind Magazine auf Max 10 Schuss limitiert und alle Hand feuer sowie langlauf Waffen die militärisch aussehen zum Teil verboten.

    Ein Kauf einer Waffe ausserhalb seines Resident state ist eine bundesverlerzung des Waffen gesetztes aber eine online oder anderswo gekaufte Waffe kann zu einem FFL gesendet werden wie oben richtig beschrieben nur muss der Verkäufer nicht anwesend sein.

    Munition darf nur erworben werden mit 21 und in manchen Bundesstaaten mit einem erlaubniss Schein.

    Wenn man mal einen dargelegten erworben hat muss Mann genau hinschauen welcher Bundesstaat diesen anerkennt, Mann kann in manchen Staaten auch einen nonresident Schein erwerben aber der kostet extra.

    In 2018 ist eines der Ziele der legislatur das alle waffenscheine bundesweit anerkannt werden.

    Waffe muss auch zuhause wenn nicht an der Person immer weg geschlossen werden. Prinzipiell ist das tragen erlaubt wenn Mann einen waffenscheins besitzt.

    Ich hoffe es hat ein wenig geholfen.

    Grüße

  10. KH,
    29. April, 2018 um 02:00

    Vieles, was da steht, stimmt nicht.
    Ich wohne in Michigan und kann sagen, daß es ein Recht ist, eine Waffe tragen zu dürfen, wenn man kein Straftäter ist. Die Lizenz, die man zum verdeckten Tragen benötigt, muß dann erteilt werden. Der Antragsteller braucht gar kein berechtigtes Interesse nachzuweisen.
    Anscheinend wurden da die deutsche und die amerikanische Rechtslage durcheinandergebracht. Zudem gibt es keine gesetzlichen Vorgaben, wie die Waffen aufzubewahren sind. Heimverteidigung ist absolut jedem erlaubt. Weggeschlossene Waffen daheim als Pflicht? Das ist deutsches Waffen“recht“, nicht amerikanisches.
    Zudem sind Waffen nicht generell registriert, nur Kurzwaffen müssen polizeilich gemeldet werden nach dem Kauf. Der Händler dokumentiert jeden Waffenverkauf, die Langwaffen werden aber nicht bei der Polizei registriert.

    Vielleicht war der Wunsch der Vater des Gedanken, aber die amerikanischen Waffengesetze sind völlig anders mit einem vollkommen anderen Ansatz. Hier das verfassungsmäßige Recht der Bürger, Waffen zu besitzen und zu tragen, dort die gnädige Genehmigung, Waffen zu einem zugestandenen Zweck zu besitzen – wenn man immer hübsch artig ist.

  11. Sportschütze,
    8. Mai, 2018 um 10:30

    Abgesehen davon, dass der Autor Waffenträger und Waffen nicht unterscheiden kann
    „Das aber bei 318 Mio. Einwohnern. Allerdings haben hier viele der Waffenbesitzer durchschnittlich 5 Schusswaffen. So hat durchschnittlich jeder 9. amerikanische Bürger eine legale Schusswaffe. In Deutschland dagegen gibt es insgesamt 8 Millionen registrierte Waffen […] Somit ist Deutschland eigentlich nicht sehr weit entfernt von USA.“
    Also hat der Autor (mutmaßliche) durschnittliche Anzahl der Waffen benutzt, um die Anzahl der Besitzer zu ermitteln. Bei Deutschland aber einfach durch die Gesamtbevölkerung verteilt und den Schluss gezogen „D. ist nicht weit entfernt von den USA“. So einen dreisten Zahlenhokuspolus kennt man nicht mal von der NRA. Natürlich haben auch in Deutschland viele Besitzer mehrere Waffen, manche ganze Arsenale. Aber das hat den Autor nicht interessiert. Hätte nicht ins Weltbild gepasst. Weiter habe ich gar nicht mehr gelesen. Was für eine Frechheit. Die Leute werden für blöd verkauft.

  12. -,
    7. Juni, 2018 um 06:23

    Grauenvolle Wortwahl, schlecher Schreibstil, offensichtlich falsche Zahlen, nicht lesenswert.

  13. HG Voigt,
    2. Mai, 2020 um 22:34

    Ich habe den Text sehr interessiert gelesen, habe aber recht schnell das Gefühl bekommen das hier viele Sachen verwechselt, zusammengewürfelt und falsch gerechnet werden… Sachen werden aus dem Zusammenhang gerissen.. Alles in Allem eine Endtäuschung. Setzen 6!

  14. German+American,
    19. Mai, 2020 um 16:21

    Oje. Da hat jemand die Recherche aber gründlich vermasselt:

    1) Es gibt in Deutschland kein universelles Recht auf Waffenbesitz. Nur Jäger, Sammler und Sportschützen dürfen Waffen besitzen. (+Leute die Waffen in ihrem Beruf brauchen)

    2) Amerika besteht (wie der „United States“ schon sagt) aus einzelnen Bundesstaaten. Diese haben extrem unterschiedliche Waffengesetze. In 90% der Bundesstaaten ist, anders als im Artikel behauptet KEINE Erwerbsberechtigung (Firearms Licence) nötig. Dies gilt nur in den restriktivsten Staaten wie z.B. New York und selbst dort nur für bestimmte Waffentypen.

    3) In den meisten US-Bundesstaaten muss kein Waffentresor vorhanden sein. Die angegebene Quelle ist eine Webseite der kalifornischen Lokalregierung (State Government) – dass Kalifornien nicht die USA, sondern nur einer von 50 Bundesstaaten – jeder mit eigenen Gesetzen – ist, scheint an der Redaktion vorbeigegangen zu sein.

    4) Private Waffenverkäufe SIND in den USA (Federal Law) erlaubt. Da hat wohl wieder einmal jemand die Gesetze von Kalifornien – das private Verkäufe auf Bundesstaatenebene verbietet – für Gesetze gehalten, die im ganzen Land gelten.

    Quelle: en.wikipedia.org/wiki/Gun_laws_in_the_United_States_by_state

    Wenn man wie der/die AutorIn des Englischen offensichtlich nicht wirklich mächtig ist, und/oder zu faul für eine ordentliche Recherche ist, sollte man lieber keine Artikel zu Themen, die Recherche in englischsprachigen Quellen erfordern, machen. Die Verbreitung von Un- und Halbwissen kann ja wohl nicht im Interesse der Redaktion sein.

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