Königsdisziplin Social Media Management

Social Media Management Wunderland

Manager im Wunderland

von Dr. William Sen

Die Königsdisziplinen in Unternehmen sind unter anderem Kostenminimierung, Effizienz und Simplicity. Die wesentlichen Fragestellungen dabei sind: „Wo gibt es Synergie-Effekte?“ und „Wie kann ich mit weniger Kosten mehr erreichen?“. Bevor diese Punkte zu strategischen Ansätzen werden, ist eine wichtige Voraussetzung notwendig: ein bereits etabliertes System.

Social Media Management dagegen ist Neuland. Weder haben sich bisher eindeutige Prozesse, noch ein ganzheitliches Verständnis für das Thema in Unternehmen etabliert.
Allerdings sind Investitionen vor allem jetzt notwendig, denn Social Media verändert den Markt stark und nachhaltig. Wenn Unternehmen nicht auf den Zug aufspringen, können sie den Vorsprung des Wettbewerbs bald nicht mehr aufholen. Derartige Phänomene sind nicht neu und wiederholen sich im Grunde seit der Entstehung der Menschheit: Mit dem Aufkommen neuer Technologien gibt es immer Abspringer und Aufspringer, Konservative und Moderne … Verlierer und Gewinner.

Der Zeitpunkt für diese Veränderung hätte allerdings kaum unglücklicher sein können. Die Wirtschaftskrise hat die Unternehmen zu drastischen Sparmaßnahmen gezwungen. Just zu diesem Zeitpunkt taucht nun Social Media auf, das hohe Investments verlangt. Da wundert es kaum, dass die Unternehmen sich zurückhalten – und es scheint auch keine Rolle zu spielen, in was genau man eigentlich nicht investieren möchte.

Einer aktuellen Studie von Kissmetrics zufolge setzen in Unternehmen vor allem Social Media Manager, Berater und Entscheider in hohen Positionen Social Media Monitoring Tools ein. Das Ergebnis zeigt auch, dass 55% der Unternehmen weniger als 100 US-Dollar für ein solches Tool ausgeben. 60% der Unternehmen sind laut der Studie mit ihren Lösungen äußerst unzufrieden … wen wundert’s. Offenbar erwarten Entscheider tatsächlich, für 100 Dollar eine zufriedenstellende, ganzheitliche Data-Mining-Lösung für Social Media zu erhalten. Dies scheint für sie in gewisser Weise die höchste Form der Kostenersparnis zu sein. Allerdings fehlt noch ein wichtiger Schritt: Das Großwerden und das Erwachen aus dem Wunderland.

Kostenersparnis, simple Konzepte und optimierte Prozesse haben eines gemeinsam: Sie bauen auf bereits funktionierenden, erfolgreichen
Systemen auf und optimieren diese. Social Media dagegen steckt noch in den Kinderschuhen. Wer hier Kosten zu sparen versucht, kann im Grunde nicht wissen, was er da eigentlich spart. Denn Sparen setzt eines voraus: man muss Kosten haben … vorzugsweise mehr als 100 Dollar im Monat.

Dieser Beitrag war das Editorial zum Social Media Magazin der Ausgabe 2012-IV


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