Beste Weiterbildungen zum Social Media Manager

Wir haben die besten Social-Media-Kurse und Social-Media-Weiterbildungsangebote zusammengestellt. Die erste staatliche Social Media Fortbildung wurde übrigens von der Technischen Hochschule Köln ins Leben gerufen und richtet sich an Berufstätige (Artikel unten). Aber auch Studierende erhalten immer mehr Studien-Angebote im Bereich Social Media – die sogenannten Social Media Universitäten sind immer mehr zu finden.

Liste: Social Media Fortbildung für Berufstätige

Liste: Social Media Lehrgänge für Studierende

Diese Page wurde am 10. Februar 2018 angelegt. Die Liste hier wird bis zum 26. Februar 2018 aktualisiert. Nur noch ein paar Tage Geduld!


Social Media Advanced

Technische Hochschule Köln rüstet Social-Media-Experten für die Zukunft

von Bianka Boock

Zu wissen, wie Facebook, Twitter & Co. im Wesentlichen funktionieren, genügt nicht mehr. Social Media ist in der Wirtschaft angekommen und hat Praxisreife erlangt. Unternehmen, die dies für sich nutzen wollen, müssen sich intensiv mit der Thematik auseinandersetzen.

Dafür haben sich die Advanced Social Media Seminare, die das Zentrum für akademische Qualifikationen und wissenschaftliche Weiterbildung (ZaQwW) seit Mai 2014 an der Technischen Hochschule Köln (ehemals Fachhochschule Köln) anbietet, als solider Anknüpfungspunkt erwiesen.

Sie bauen auf die Weiterbildung zum Social Media Manager auf. „In zwölf Lehrgängen seit 2011 haben wir über 1,000 Teilnehmer zertifiziert“, berichtet Annette Grundmann vom ZaQwW an der TH Köln. Die Absolventen können das Themenfeld umfassend einschätzen, den Bedarf an Social-Media-Aktivitäten im Unternehmen, Chancen und Gefahren erkennen sowie geeignete Maßnahmen umsetzen.

In ihrem Alltag sind sie schnelllebigen Rahmenbedingungen ausgesetzt: Bekannte Netzwerke verschwinden oder verändern sich von heute auf morgen – ebenso wie technische Lösungen. Daher ist es für sie wichtig, sich auf dem Laufenden zu halten. Geeignete Angebote zu finden, die sich tiefer mit Social Media befassen, ist eine Herausforderung. Deshalb haben viele Teilnehmer nach weiterführenden Kursen gefragt, wie Prof. Dr. Matthias Fank berichtet. Er ist Professor für Informationsmanagement und wissenschaftlicher Leiter der Seminare.

Vertiefende Erkenntnisse als Grundlage

Von diesem Bedarf ausgehend entwickelten er und Daniel Backhaus, der die Weiterbildung zum Social Media Manager als Dozent mitgestaltet, die Idee, Advanced Module auszuarbeiten und anzubieten. Anspruch war und ist, vertiefende Erkenntnisse zu Trendthemen aufzugreifen, die nicht Bestandteil der Weiterbildung Social Media Manager sind, jedoch einen genauso hohen Praxisbezug aufweisen. „Die Seminare behandeln Themen, für die es einen Bedarf in der Industrie gibt und die sinnvoll sind“, erklärt Daniel Backhaus, der sich um die konzeptionelle Umsetzung kümmert. Dazu gehören das Corporate Blog, Social-Media-Kommunikation, Social Business, Social E-Commerce und Mobile Video.

„Mobile Video beispielsweise ist ein Thema, das heiß gehandelt wird und das bereis seit 2015 bis heute 2018 Gegenstand des Advanced Seminars ist“, verkündet Daniel Backhaus. Hintergrund ist, dass Videos in der Online-Kommunikation immer wichtiger werden. Die Teilnehmer erfahren, dass sie nicht teuer und aufwendig sein müssen und wie sie sich mit Smartphone und Tablet TV-tauglich produzieren lassen. Wer dabei sein möchte, kann sich noch anmelden. Darüber hinaus gibt es noch Restplätze für die Seminare „Corporate Blog“ sowie „Social-Media-Kommunikation“.

„Corporate Blog“ setzt sich mit dem Zweck von Unternehmensblogs auseinander, mit den Vor- und Nachteilen sowie Einsatzmöglichkeiten. Außerdem vermittelt es Blogkonzepte, Blogdesign und Blogmarketing und beinhaltete eine Schreibschule für das Texten und den Einsatz von Bildern. Genau dieser Stoff ist für viele Social-Media-Praktiker hoch interessant, wie bereits der erste Durchgang zeigte. Er war das bisher am stärksten frequentierte Social Media Advanced Seminar.

Das Advanced Seminar „Social-Media-Kommunikation“ rangiert knapp dahinter auf Rang zwei. Die Teilnehmer lernen historische Hintergründe, Plattformen und Dynamiken von Communities kennen sowie Gesprächspartner einschätzen. Sie diskutierten Best Practices und erhalten Einblicke in das Storytelling, das derzeit eine Hochkonjunktur erlebt. Dabei üben sie das Führen von Dialogen, die Grundlage jeglicher Social-Media-Aktivitäten sind, und den Einsatz neuer stilistischer Mittel. Ebenso eine Rolle spielt das Schaffen der unternehmensinternen Voraussetzungen vor dem Hintergrund des Kulturwandels – Punkte wie das Evangelisieren und interne Lobbyarbeit. Solche Aspekte bilden eine der Voraussetzungen für ein erfolgreiches Engagement in Social Media.

Praktische Struktur

Die Lehrgänge finden jeweils an zwei Tagen an einem Freitagnachmittag und Samstag statt. Das Format orientiert sich damit an der Zielgruppe Berufstätiger. Diese besteht zum einen aus Absolventen der Weiterbildung Social Media Manager. „Sie kommen aus großen Konzernen, mittleren und kleinen Unternehmen, Print- und Onlinemedien, Funk & Fernsehen, Verbänden, Vereinen und Einrichtungen der öffentlichen Hand.

Es handelt sich um Selbstständige, Freiberufler und Angestellte, die in ihrem Tätigkeitsfeld Social-Media-Kenntnisse anwenden, zum Beispiel in den Bereichen Marketing, Marktforschung, Unternehmenskommunikation, PR oder auch in angrenzenden Bereichen wie Informationstechnologie und Social-Media-Recht“, berichtet Annette Grundmann.
Zum anderen können Anwender mit vergleichbarem Kenntnisstand an den Advanced Seminaren teilnehmen, wenn auch sie über grundlegendes Wissen und entsprechende Erfahrungen in Social Media verfügen. Somit wird sichergestellt, dass sich alle Teilnehmer aktiv am Seminargeschehen beteiligen können.

Experten als Social-Media-Dozenten

Ein weiterer Garant für den Erfolg sind die Dozenten. Sie verfügen alle über Konzernerfahrung und sind Experten auf ihrem Gebiet. Somit kennen sie die Anforderungen, das Tagesgeschäft und bringen frisches Wissen und spannende Praxisbeispiele in die Kurse ein. „Sie kommen aus der Wirtschaft oder wenn das Thema dort noch nicht angekommen ist, sind es Influencer, die das jeweilige Thema leben“, sagt Daniel Backhaus und schlussfolgert: „Somit geben die Advanced Seminare nicht nur praktische Impulse aus dem wirtschaftlichen Umfeld heraus, sondern auch einen Ausblick auf aufkommende Themen. Damit nehmen sie eine Vorreiterrolle ein.“

Daniel Backhaus und Oliver Nissen sind Dozenten des Advanced Seminars „Social-Media-Kommunikation“. Backhaus beschäftigt sich schwerpunktmäßig mit dem Thema Social Service Design in den Ausrichtungen Storytelling, Kundendialog und Social Media Enterprise. Zu seinen Auftraggebern zählen Unternehmen wie die Telekom, Viessmann, Deutsche Bahn, Deutsche Post DHL und Deutsche Bank.

Oliver Nissen ist Bereichsleiter Social Media im Kundenservice der Deutschen Telekom und einer der Wegbegleiter des mehrfach ausgezeichneten Kundenservicekanals „Telekom-hilft“.

Das Corporate Blogging vermittelt Jochen Mai, der zu den einflussreichen Namen des Social Webs zählt. Er wurde unter anderem als Gründer und Chefredakteur der Karrierebibel bekannt, einem der deutschen Top-Blogs. Alle wichtigen Schritte und Konzepte für die selbstständige mobile Videoproduktion vermittelt neben Jochen Mai Christian Müller. Er ist seit fast 10 Jahren fester freier Mitarbeiter der Karrierebibel und begeisterter Nutzer diverser Gadgets sowie On-line-Seiten und entwickelt Apps sowie Tools für das Apple-System.

Dies zahlt sich aus: „Die Teilnehmer schätzen die Expertise der Vortragenden“, weiß Prof. Fank und weist auf einen weiteren Vorteil der Weiterbildungsangebote hin: „Er liegt in einer starken Evaluierung aus wissenschaftlichem Umfeld heraus.“ Allen Seminaren liege ein kritisch abgestimmtes Konzept zugrunde. So achtet Daniel Backhaus bei der Ausgestaltung darauf, dass sich die einzelnen Module ineinanderfügen und auf den Unterrichtsstoff der Referenten. „Die Weiterbildung Social Media Manager und die Advanced Module sind dank ihres universitären Hintergrundes seriös und fundiert. Das wirkt sich auf die Kompetenz der Absolventen aus“, erläutert der Social Media Coach.

Die Technische Hochschule als Partner

Nach bestandener Prüfung halten die Social Media Manager nicht nur ein Hochschulzertifikat in der Hand, das eine Rolle für ihre Karriere spielt. Durch den persönlichen Austausch während der Präsenzphasen bauen sie zudem ein Netzwerk, auf das sie bei Bedarf zurückgreifen können, und erfahren die Fachhochschule als einen Partner, der sie langfristig für künftige Herausforderungen rüstet. „Beispielsweise sind wir im Bereich „Mobile“ sehr gut dabei“, hebt Prof. Fank hervor.

Er erforscht in einem Team mit erfahrenen Praktikern die Entwicklungen und ist sich sicher: „Diesbezüglich wird Einiges auf die Unternehmen zukommen.“ Außerdem werden Geodatenanreicherung und Bewertungen wie bei Yelp zu einer Herausforderung, ebenso wie Rezensionen in Shops. „Unternehmen müssen lernen damit umzugehen.“ Die TH Köln integriert solche aktuellen und zukunftsweisenden Entwicklungen stetig in ihre Bildungsangebote.

So werden auch den Teilnehmern der nächsten Weiterbildungsdurchgänge „Social Media Manager“ neueste Erkenntnisse vermittelt.

Und auch die Advanced Seminare werden weiterentwickelt. Pro Semester sind zirka zwei bis drei der Veranstaltungen geplant. Stark nachgefragte werden wiederholt, während regelmäßig neue Themen hinzukommen.

„Für 2018 haben wir erneut ein Seminar zum Thema „Social Media Recht“ mit prominenten Rechtsanwälten als Dozenten in Planung“, kündigt Annette Grundmann an. Der Referent Dr. Carsten Ulbrich beispielsweise ist auf Internet-Recht, insbesondere auf Social Media, E-Commerce und Social Media Enterprise, spezialisiert und berät nationale sowie internationale Mandanten in allen damit verbundenen Rechtsfragen. Bekanntheit erlangte er vor allem über sein IT-Rechtsblog www.rechtzweinull.de. Darin beschäftigt er sich mit der wachsenden Zahl von Rechtsfragen in Social Media. „Auf diesem Gebiet gibt es inzwischen wesentlich mehr Erkenntnisse als noch vor vier Jahren“, erklärt Prof. Fank und verrät: „Die Idee ist, dass wir einen kompletten Studiengang, vielleicht einen Bachelor, zu Social Media begründen können. Doch bis dahin ist es ein weiter Weg. Die Innovationen halten sich in Grenzen. Social Media ist Alltag. Darin liegt die Chance, sich mit dem Bestehenden vertraut zu machen und es zu beherrschen.“


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