Facebook-Monitoring

Unternehmen haben die Möglichkeit bei Facebook auf mehreren Wegen aktiv zu werden. Eine davon ist die eigene Facebook Page.

Eine Facebook Page „ähnelt dem Profil einer Privatperson. Unternehmen können hier zum Beispiel Informationen einstellen, Statusupdates veröffentlichen oder Bilder hochladen. Andere Facebook-Nutzer können sich mit einem Klick auf ‚Like‘ (in der deutschen Version: ‚Gefällt mir‘) mit dem Unternehmen verbinden. Sie werden dann als Fans (oder auch: ‚Liker‘) auf der Seite aufgeführt und erhalten fortan Statusupdates des Unternehmens in ihrem News-Stream, genauso wie sie auch Statusupdates von Freunden erhalten“ (Krömer, 2011).

Facebook Monitoring

Vor allem das Monitoring von Facebook Pages ist erforderlich. Da Facebook nur eine automatische Benachrichtigung der eigenen Wall- bzw. Pinnwand-Einträge bietet, ist der Einsatz von professionellen Monitoring-Tools notwendig.

Für große Pages mit zehntausenden Likes und vielen Kommentaren existieren auch eigene Management Tools, bei denen zum Beispiel automatisch ein Alert abgesetzt wird, wenn kritische Keywords auf fremden Pinnwänden oder Walls landen (vgl. Krömer, 2011).

Erfolgsmessung von Social-Media-Kampagnen

Die Erfolgsmessung eigener Social-Media-Maßnahmen stellt für viele Unternehmen noch eine große Herausforderung dar.

In der Tat existieren in Social Media auch noch keine allgemein gültigen Kennzahlen wie Einschaltquoten beim Fernsehen. Zudem sind viele Social-Media-Aktivitäten zu einem großen Teil dem Bereich „Brand Building“ zuzuordnen und somit vor allem imagefördernd. Der Erfolg dieser Maßnahmen ließe sich zwar per Marktforschung überprüfen. Messungen dieser Art sind jedoch in der Regel teuer und der Aufwand hierfür steht zumeist in keinem Verhältnis zum Budget der Social-Media-Aktivitäten.

Doch auch in Social Media gibt es natürlich gewisse Verfahren zu Erfolgsmessung. Wichtig ist hierbei, dass die reine Reichweite allein nicht ausschlaggebend ist. 1.000 Fans, die viel interagieren und aktiv teilnehmen, können mehr wert sein als 10.000 Fans, die nur einmal den „Like-Button“ angeklickt haben und ansonsten inaktiv sind. Daher werden im Monitoring auch immer die Kommentare und die Anzahl der Likes auf der eigenen Pinnwand bzw. Wall betrachtet. Zudem kann eine Erfolgsmessung nur individuell auf Basis der eigenen, definierten Ziele erfolgen (Krömer, 2011).

Kostenloses Facebook-Monitoring

Am 21. April 2010 hat Facebook seine Graph API veröffentlicht, die es auch Monitoring-Agenturen ermöglicht, auf Inhalte zuzugreifen (Aßmann, 2010).

Auf diese Weise können die Profile der Nutzer, einschließlich ihrer Fotos, Events und Daten, abgerufen werden. Weiterhin sind Abfragen möglich, die beispielsweise die Verbindungen der Nutzer untereinander, weitergeleitete Themen oder Foto-Tags betreffen (vgl. Facebook, 2010). Mit diesem Schritt wurde der Weg für eine Reihe kostenloser Tools geebnet, die Ergebnisse zu Analyse-Zwecken extrahieren können.

Auch für eine Monitoring-Agentur ergeben sich durch derartige APIs enorme Möglichkeiten. Hierbei werden zwei verschiedene Suchen unterschieden: Abos und Echtzeit-Abfragen.

Bei einem Abo kann ein professioneller Monitoring-Anbieter bestimmte Keywords abonnieren und die Treffer in seiner eigenen Datenbank ablegen. Dadurch werden auch rückwirkend Daten festgehalten ? selbst dann, wenn die Nutzer ihre Inhalte verändern bzw. löschen. Eine Echtzeit-Abfrage würde dagegen nur aktuelle Inhalte von Facebook abbilden und keine historischen Daten liefern.

Der Bau einer Abo-Umgebung verlangt aber mehr als nur die Anbindung an eine API. Die Software muss grundsätzlich einer IT-Infrastruktur samt Datenbankmodell angepasst sein. Erst dadurch wird eine Benachrichtigung bei Aktivitäten auf Facebook-Seiten möglich, etwa durch ein Alerting.


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