Twitter-Monitoring

 

Wer zum ersten Mal Twitter besucht, könnte Schwierigkeiten haben, den Sinn der Anwendung zu erfassen.

Ein Nutzer soll mit 140 Zeichen anderen mitteilen, wo er gerade ist und was er tut. Diese Ansicht war vor 5 Jahren noch weit verbreitet. Mittlerweile hat Twitter weltweit große Macht und einen hohen Bekanntheitsgrad erreicht.

Twitter als News-Ticker

Nachrichtensender, Verlage und bekannte Personen wie Musiker, Schauspieler und Politiker nutzen Twitter, um Meinungen zu verbreiten und um auf Geschehnisse auf der Welt aufmerksam zu machen.

Der ehemalige amerikanische Präsident Barack Obama hat unter anderem das Medium Twitter genutzt, um vor allem junge Zielgruppen für seine Wahlkampagne zu gewinnen (Brühl, 2009).

Wer zum ersten Mal auf Twitter stößt und sich wundert, wie eine derartige Oberfläche mit den überschaubaren und einfachen Möglichkeiten zu solch einem Weltmedium geworden ist, der verkennt womöglich Twitters Erfolgsgeheimnis: Dieses besteht in einer Fülle von Entwicklern, die für zahlreiche Applikationen und Tools rund um Twitter sorgen, die täglich von Millionen Nutzern in Anspruch genommen werden. Die Saat von Twitter wächst und gedeiht täglich.

Die Zauberformel von Twitter

Die Zauberformel lautet API (Sen, 2011b). Durch eigene APIs bietet Twitter vor allem Entwicklern die Möglichkeit, eine direkte Anbindung an die Twitter-Datenbank herzustellen.

Somit kann man Software zur Verwaltung von Twitter entwickeln und sie auf anderen Plattformen zur Verfügung stellen. Wer also Lust und Zeit hat, eine eigene Twitter-Oberfläche zu gestalten, kann dies problemlos auf Mac-, Windows- oder Web-Oberflächen tun.

Die von Twitter zur Verfügung gestellten APIs haben dazu geführt, dass in den letzten Jahren tausende Entwickler Tools für Twitter programmiert haben. Zahlreiche Geschäftsmodelle sind dadurch entstanden. So bietet beispielweise die Software TweetAdder für 55 US-Dollar den Twitter-Nutzern die Möglichkeit, automatisch zu followen, retweeten, unfollowen und mehr.

Twitter in der Marktforschung

Mit weniger ausgefeilten, allerdings trotzdem bekannten Tools wie Twhirl können Nutzer ihre Tweets direkt über ihren Desktop verwalten.

Inbegriffen sind Funktionalitäten wie Twitter-Search, Short-URLs und das Einbinden von Videos direkt in Tweets, die über die Web-Plattform von Twitter selbst normalerweise nicht möglich sind. Auf Basis dieser APIs haben auch Monitoring-Agenturen die Möglichkeit, direkt auf Twitter zuzugreifen. Für die Marktforschung bieten sich somit zahlreiche Möglichkeiten mit dem Einsatz eines Monitorings.

Opinion Leader erkennen

Mit verschiedenen Tools kann man beispielsweise darstellen lassen, welchen Einfluss ein Twitter-Account innerhalb der Community hat.

Grafische Auswertungen können für eine sogenannte „Follow-Historie“ sorgen, in der man sehen kann, in welcher Zeitspanne und welchem Ausmaß die Twitter-Gemeinschaft einem Ausgangsnutzer gefolgt ist. Ähnlich wie Google Analytics sind grafische Auswertungen von Erwähnungen eines Twitter-Accounts darstellbar. Außerdem kann man sich mit Hilfe einiger Social Media Monitoring Tools automatisch eine E-Mail zusenden zu lassen, sobald ein bestimmter Suchbegriff in Twitter aufgetreten ist. Das Prinzip ähnelt einem Clipping mit Alert-Funktion. Eine weitere Möglichkeit besteht darin, einzelne Twitter-Nutzer auf Städte zurückzuführen, um zu sehen, wo sie sich aufhalten.

Vielfalt von Auswertungsmöglichkeiten

Die Möglichkeiten, derartige Auswertungen zu gestalten, sind sicherlich unendlich. Letztlich kommt es allerdings nicht darauf an, eine hohe Anzahl von Darstellungsmöglichkeiten bereitzustellen.

Die Charts müssen dem Unternehmen einen Mehrwert bieten. Hier zeigt sich erneut die Wichtigkeit individueller Beratung während eines Social Media Monitoring. Die meisten Unternehmen sind sich über die Möglichkeiten der Twitter-Auswertung ebenso wenig im Klaren wie darüber, welche Auswertungen Sinn ergeben. In den meisten Fällen wird das Unternehmen auf die Vorschläge und Erfahrungen der Monitoring-Agentur zurückgreifen müssen.


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