Free Software

NO COPY

von Jan Krömer und William Sen
Buchautoren und Journalisten

digitalwelt logo


Über NO COPY | Kapitelinhalt | Autoren | Rezensionen | Archiv

Während heutzutage Microsoft Windows als das wohl bekannteste Betriebssystem gelten darf, war in den 70er Jahren Unix gerade in Universitäten weit verbreitet. Unix wurde damals von der amerikanischen Telefongesellschaft AT&T zum Selbstkostenpreis vertrieben. Der Erfolg von Unix und die Verbreitung in Hochschulen waren darauf zurückzuführen, dass AT&T als Telefonmonopolist aufgrund der Kartellgesetzgebung in den USA mit Software kein Geld verdienen durfte. 1974 wurde jedoch vom U. S. Department of Justice ein Anti-Trust-Verfahren gegen den Monopolisten eingeleitet. 1984 entschied die US-Regierung schließlich, den amerikanischen Telefonriesen in sieben kleinere Unternehmen aufzuteilen. Die Zerschlagung von AT&T sollte die Konkurrenz auf dem Telefonmarkt beleben.

Dieses in der amerikanischen Wirtschaftsgeschichte bedeutende Ereignis schlug hohe Wellen bis hin zum MIT und anderen Universitäten. Da AT&T als zerlegtes Unternehmen keine Monopolstellung mehr innehatte, durfte es noch im selben Jahr sein Betriebssystem Unix für teures Geld verkaufen. Der durch die flächendeckende Verbreitung gewonnene Marktanteil entpuppte sich für den ehemaligen Telefonriesen als gewinnbringende Chance. Die Hochschulen waren vom Betriebssystem Unix abhängig geworden, und ihnen blieben wenig Alternativen. Sie waren gezwungen, die teuren Lizenzen mit den restriktiven Nutzungsbedingungen zu akzeptieren. Die Reaktion der Hacker ließ jedoch nicht lange auf sich warten.

Der bekannteste Verfechter der Idee freier Software ist der New Yorker Programmierer Richard M. Stallman. Auch er war in den 70er Jahren Mitglied des „Artificial Intelligence Laboratory“ (AI Lab) des MIT. Für Aufsehen sorgte der junge Hacker erstmals, als er seine Softwarephilosophie publik machte. Stallman vertrat vehement die Ansicht, dass jegliche Kontrolle über Software beim Anwender liegen sollte. Jede Einschränkung (so auch ein Kopierschutz) würde die natürlichen Rechte des Benutzers verletzen. Für Stallman sollte jemand, der im Besitz einer Software war, die gleichen Rechte haben wie jemand, der einen Stuhl, einen Fernseher oder ein Auto erworben hatte. Der Benutzer sollte demnach die Software auseinandernehmen, verändern, zerteilen und auch verkaufen dürfen. Empört über die Vermarktungsmethoden der kommerziellen Softwareanbieter, kam er schließlich auf die Idee, ein Betriebssystem zu programmieren, das seiner Ansicht nach komplett „frei“ sein sollte. Dabei unterschied Stallman „freie Software“ von „kostenloser Software“. In seinem Lizenzmodell darf freie Software durchaus auch verkauft werden. Im Grunde lasst sich seine Idee der Freiheit zusammenfassend auf die Formel bringen: „Du darfst mit der Software tun und lassen, was du möchtest, denn sie ist frei“.

Im selben Jahr, in dem AT&T begann, sein System Unix mit restriktiven Lizenzmodellen zu vermarkten, fing Stallman an, sein eigenes Betriebssystem zu entwickeln. Er nannte es GNU, als Abkürzung von „Gnu is Not Unix“. 1984 kündigte Stallman sogar seine Stelle beim MIT, um keine Rechte an seinen Arbeitgeber abtreten zu müssen. Um seinem Konzept für eine freie Software und insbesondere dem GNU-Betriebssystem mehr Bedeutung zu verleihen, verfasste er zusätzlich das GNU-Manifest. Dort erklärt der junge Programmierer seine Motivation auf folgende Weise:
„Viele Programmierer sind mit der Kommerzialisierung von Systemsoftware unzufrieden. Es mag ihnen die Möglichkeit geben, mehr Geld zu machen, aber es zwingt sie zugleich, andere Programmierer als Gegner anstatt als Kameraden zu betrachten. Der fundamentale Akt der Freundschaft zwischen Programmierern ist das Teilen von Programmen; derzeitige Vermarktungspraktiken verbieten Programmierern im wesentlichen, sich gegenseitig als Freunde zu behandeln.“

NO COPY

von Jan Krömer und William Sen
Buchautoren und Journalisten

digitalwelt logo

Jan Krömer und Dr. William Sen sind u. a. Autoren des Buchs "NO COPY - Die Welt der digitalen Raubkopie" - erschienen im Klett-Cotta Verlag. Das Buch sorgte vor allem in Deutschland für Aufklärung für das Verständnis für Raubkopien und untersuchte kritisch das gesellschaftliche und auch ökonomische Grundverständnis für "die Kopie".

Das Buch NO COPY ist kostenlos online verfügbar.

>> Mehr über Jan Krömer und William Sen



Über NO COPY | Kapitelinhalt | Autoren | Rezensionen | Archiv

 


 

Die besten VPN Tools 2020

Anzeige | Gesponserte Angebote
1 CyberGhost VPN
Cyberghost VPN
Bewertung 5,0
ab $2,75
Das einst in deutscher Hand entwickelte VPN-Tool CyberGhost gehört zu den bekanntesten und schnellsten am Markt. Sie ist zudem bekannt als die VPN-Software mit der besten Anbindung zu Streaming-Diensten wie Netflix, Hulu, Amazon Prime, HBO und viele mehr.
2 NordVPN
NordVPN
Bewertung 4,9
ab $3,49
NordVPN ist die unschlagbare Nummer 1 auf den Markt. Das Unternehmen aus Panama nutzt die dortige gesetzliche Lage, dass gesetzlich keine Daten gespeichert werden müssen. Das Team ist so sehr von der Qualität überzeugt, dass sie sogar eine 30-Tage-Geld-zurück-Garantie anbieten.
3 ExpressVPN
ExpressVPN
Bewertung 4,9
ab $8,32
ExpressVPN gehört zu den einzigen VPN-Anbietern am Markt, die sich nach einem Missbrauchsfall einer Untersuchung durch die Regierung ergehen lassen mussten. Das Ergebnis fiel äußerst positiv für den VPN-Anbieter aus, als die Regierung keinerlei Nutzerdaten finden konnte.
4 PROTON VPN
PROTON VPN
Bewertung 4,8
ab €8
Das Schweizer Unternehmen Proton Technologies war bereits für seine Software ProtonMail bekannt. Ein guter Grund, ihr neues Flaggschiff ProtonVPN genauer anzusehen, das eine Schar an von Fans um das neuartige VPN-Tool versammelt.
5 IPVanish VPN
IPVanish VPN
Bewertung 4,7
ab $6.49
IPVanish gehört zu einem der wenigen VPN-Tools die auch mal ausnahmsweise nicht aus den Bahamas, China, oder Jungferninseln stammen, sondern aus USA. Entsprechend fällt auch die gute Qualität der Software aus. Wir haben einen genauen Blick auf IPVanish geworfen.
6 RUSVPN
RUSVPN
Bewertung 4,8
ab €2,99
RUSVPN hat sich nicht ohne Grund in der Dominica registrieren lassen. Auf diese Weise ist das VPN-Tool weder im Rechtsraum der amerikanischen oder europäischen Richtlinien und kann auf diese Weise absolute Anonymität gewährleisten.
7 SurfShark VPN
SurfShark VPN
Bewertung 4,7
ab €1,85
SurfShark VPN geht derweil mit dem härtesten Preiskampf an den Markt und hat in Deutschland 90% Wachstumsraten erreicht. Was sich genau hinter dem VPN-Tool verbirgt, erklären wir in unserer ausführlichen Bewertung.
8 Hide My Ass VPN
Hide My Ass VPN
Bewertung 4,7
ab $3.99
Was die wenigsten wissen: Hide My Ass als einer der bekanntesten VPN-Anbieter am Markt ist in der Tat vom Unternehmen AVG - dem größten Hersteller für Antiviren-Software. Kein Wunder, dass deren VPN Software eine hohe Qualität hat.
9 vypr vpn
vypr vpn
Bewertung 4,6
ab €2,50
Vypr VPN ist eines der in der Schweiz ansässigen Unternehmen, bei denen Benutzer hohe Erwartungen an Datenschutz und Privatsphäre haben. Darüber hinaus wurde Vypr VPN ursprünglich nur für einen Zweck erstellt: Um das Überwachungsprogramm der NSA mit dem Namen Room 641A zu überlisten.
10 Avast SecureLine VPN
Avast SecureLine VPN
Bewertung 4,6
ab $4.99
Man kennt es aus alten James-Bond-Filmen. Die Verbindung ist absolut sicher und geschützt. Genauso verhält es sich mit SecureLine VPN von dem renommierten Hersteller avast. Avast gehört zu den ältesten Herstellern für Sicherheitssoftware und braucht sich die Software nicht zu verstecken.
11 Avira Phantom VPN
Avira Phantom VPN
Bewertung 4,6
ab €5,00
Der deutsche Hersteller Avira versteht es die Nachfrage des Nutzers nach Datenschutz und Anonymität bestens zu decken. Es wundert kaum, denn Avira ist einer der ältesten Software-Unternehmen für Datensicherheit am Markt.

Antivirus Software Test 2020
Die beste Antivirus Software 2020 Schütze dich vor Datenverlust und Ausspähungen

LISTE ANSCHAUEN

Hinterlasse einen Kommentar: