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Beinahe alle Kinofilme können heute im Internet als Raubkopie heruntergeladen werden.

Eine Studie des Unternehmens P4M und der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule Aachen ergab, dass 94% aller US-Kinofilme im Internet erhältlich sind, größtenteils sogar noch vor dem offiziellen Filmstart.[1]

Hierfür suchen die Release Groups Kontakt zu Personen in der Filmindustrie. Der Supplier einer Gruppe ist „usually someone who works at a production studio, DVD pressing plant, video store, or some organization with ties to the motion picture industry“.[2] Byers, Cranor, Kormann, McDaniel und Cronin fanden in ihrer „Analysis of Security Vulnerabilities in the Movie Production and Distribution Process“ heraus, dass fast 80% aller kopierten Filme aus den Reihen der Industrie in die Szene gelangen.[3] Auch ein Mitglied der Oscar-Jury wurde bereits überführt, Filme an die Szene weitergereicht zu haben.[4]

Diejenigen Filme, die nicht von einem Supplier zur Verfügung gestellt werden können, werden in der Regel von einer Release Group noch am Tag ihrer Premiere von der Kinoleinwand abgefilmt. Diese Aufnahmen mit in den Kinosaal geschmuggelten Videokameras werden im Jargon Cams oder Telesyncs genannt.[5]


[1] Vgl. Emmerich 2005.
[2] Lascia 2005.
[3] Vgl. Byers; Cranor; Kormann; McDaniel; Cronin 2003.
[4] Vgl. Sisario 2004, S. 2.
[5] Vgl. Veiga 2005.

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