NO COPY

von Jan Krömer und William Sen
Buchautoren und Journalisten

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Der Brockhaus für Computer und Informationstechnologie unterscheidet lediglich zwischen kriminellen Hackern, die einer destruktiven Tätigkeit nachgehen, und ethischen und politischen Hackern, die ihrer Tätigkeit nachgehen, um ihrem Wunsch nach Informationsfreiheit und einem Grundrecht auf globale, ungehinderte Kommunikation Ausdruck zu verleihen. Er geht bei der Beschreibung des Begriffs aber nicht auf die geschichtliche Entwicklung der Hacker ein.[1] Die freie Enzyklopädie Wikipedia definiert den Begriff „Hacker“ hingegen vor seinem geschichtlichen Hintergrund (auf diesen wird in Kapitel 8 dieser Arbeit eingegangen). Hiernach ist ein Hacker ein „überaus talentierter Computerspezialist, der Sicherheitsbarrieren überwinden und in fremde Systeme eindringen kann“.[2] Der destruktive Akt steht hier nicht im Vordergrund. Hacker ist vielmehr „Synonym für jemanden, der die Technik beherrscht, und sich nicht von ihr beherrschen lässt“.[3]

Außergewöhnliche technische Fähigkeiten

Dabei können sogar Personen als Hacker bezeichnet werden, die über außergewöhnliche Fähigkeiten auf einem bestimmten Gebiet oder ein ausgeprägtes Improvisationstalent verfügen, ohne dass sich dies auf das Gebiet der Computertechnik beziehen muss. Eine umfassende Beschreibung des Begriffs „Hacker“ findet sich im Jargon-File, dem größten Kompendium des Hacker-Jargons, wieder.[4] Aus diesem leitet sich die Definition für diese Forschungsarbeit ab: Ein Hacker ist ein enthusiastischer, schneller und effizienter Programmierer, vor allem jedoch ein talentierter und technikbegeisterter Computerspezialist, der einerseits ein Problem durch innovative und kreative Ausschöpfung der Möglichkeiten am Computer zu lösen versucht, und andererseits die Grenzen des Computers durch experimentelles Vorgehen, durch Demontage, Verbesserung und Kreation durch Programmieren oder technisches Basteln auszureizen gewillt ist.
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von Jan Krömer und William Sen
Buchautoren und Journalisten

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Jan Krömer und Dr. William Sen sind u. a. Autoren des Buchs "NO COPY - Die Welt der digitalen Raubkopie" - erschienen im Klett-Cotta Verlag. Das Buch sorgte vor allem in Deutschland für Aufklärung für das Verständnis für Raubkopien und untersuchte kritisch das gesellschaftliche und auch ökonomische Grundverständnis für "die Kopie".

Das Buch NO COPY ist kostenlos online verfügbar.

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1. Einleitung 1.1. Einleitung 1.2. Zielsetzung 1.3. Abgrenzung 1.4. Aufbau
2. Begriffsdefinitionen 2.1. Netzkultur 2.2. Hacker 2.3. Hackerkultur 2.4. Informationsgesellschaft 2.5. Raubkopie
3. Hacker und Raubkopierer in der Informationsgesellschaft 3.1. Informationsgesellschaft 3.1.1. Geschichte der Informationsgesellschaft 3.1.2. Bedeutung der Informationsgesellschaft 3.1.3. Information als Wirtschaftsgut 3.2. Strukturen der Erstellung und Verbreitung von Raubkopien
4. Typen von Raubkopierern 4.1. Release-Szene 4.2. FXP-Szene 4.3. Filesharing-Nutzer
5. Verbreitungswege der Raubkopien 5.1. Warez 5.2. MP3z 5.3. Moviez 5.4. eBookz
6. Bild der Raubkopierer in der Öffentlichkeit 6.1. Raubkopierer in den Medien 6.2. Schadenszahlen in der Öffentlichkeit
7. Formulierung der Thesen 7.1. These A: Die heutige Informationsgesellschaft ist von der Hackerkultur geprägt. 7.2. These B: Raubkopien sind das Produkt einer von der Hackerkultur geprägten Gesellschaft. 7.3. These C: Raubkopierer handeln destruktiv. 7.4. These D: Raubkopierer betrachten Raubkopieren nicht als kriminelles Vergehen.
8. Entstehung der Hacker 8.1. Die ersten Hacker (ab 1955) 8.2. Faszination der Software (1960 – 1975) 8.3. Entstehung der Hackerkultur (1975 – 1980) 8.4. Erste Gruppierungen von Hackern 8.5. Kommerzialisierung der Hardware 8.6. Kommerzialisierung der Software
9. Entstehung der Raubkopierer-Szene 9.1. Entstehung der ersten Cracker (1982 – 1999) 9.2. Die erste Generation 9.3. Cracking Groups 9.4. Qualität der gecrackten Software 9.5. Mitgliederzahl der ersten organisierten Raubkopierer-Szene 9.6. Verbreitung der Raubkopien 9.7. Entwicklung der 2. Generation
10. Elemente der Netzkultur 10.1. Die Idee des Teilens von Software 10.2. Freie-Software-Bewegung 10.3. Open-Source-Bewegung
11. Selbstregulierung statt Kontrolle 11.1. Internet als dezentrales u. freies Netzwerk 11.2. Selbstregulierende Projekte im Internet 11.2.1. Wiki-Konzept und Wikipedia 11.2.2. Open Source Directory Project (ODP) und Weblogs
12. Hacker-Ethik 12.1. Feindbilder der Hacker 12.2. Feindbild IBM 12.3. Feindbild Post
13. Konstruktive Destruktion 13.1. Demontage 13.2. Verbesserung 13.3. Kreation
14. Fazit Netzkultur
15. Verhaltenspsychologische Aspekte 15.1. Motivationsfaktoren der organisierten Raubkopierer-Szene 15.2. Motivationsfaktoren der Gelegenheitskopierer
16. Zusammenfassende Bewertung der Thesen 16.1. These A 16.2. These B 16.3. These C 16.4. These D
17. Optionen der Rechteinhaber für einen wirksameren Umgang mit Raubkopierern 17.1. Juristische Mittel 17.2. Kopierschutzmaßnahmen 17.3. Illegale Download-Angebote 17.4. Öffentlichkeitsarbeit 17.5. Resümee
18. Fazit Literaturverzeichnis Tabellenverzeichnis Abbildungsverzeichnis Danksagung

Quellen: [1] Vgl. N.n. 2003 (a). [2] de.wikipedia.org/wiki/Hacker (Stand 2. August 2020). [3] Ebd. [4] Vgl. N.n. 2006 (b).

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