Definition von Netzkultur

Was bedeutet eigentlich Netzkultur?

Der Begriff „Netzkultur“ wird vielfältig interpretiert. Gsöllpointner versteht Netzkultur als „ein Genre von Aktivitäten rund um neue Informations- und Kommunikationstechnologien und das Internet, die von der Vermittlung von Medienkompetenz über strukturierte Aufbauarbeit und Zurverfügungstellung technischer Mittel bis zu explizit auf das kulturelle, soziale und politische Feld ausgerichtete Handlungen mit und via Internet reicht“.[1]

In dieser Forschungsarbeit wird der Begriff „Netzkultur“ jedoch nicht nach seinem Einfluss auf die Gesellschaft und soziale Umwelt definiert, sondern als ein „Zusammenspiel aus technischen und gesellschaftlichen Konventionen im Netz“.[2] Netzkultur kann somit als die Normen und Werte der Nutzer des Internets bezeichnet werden. Grundlegendes Charakteristikum ist die freie Verbreitung von Daten durch Vernetzung. Zur Netzkultur gehören die benutzten Technologien (z. B. WWW und Usenet), die Kommunikationsformen (wie Emails und Chats), klare Verhaltensregeln (Netiquette), eine eigene Sprache (Netzjargon), vorwiegend im Internet beliebte und verbreitet Witze und Anekdoten (auch Internetfolklore genannt), sowie unter den Internetnutzern verbreitete Ideen (wie Freiheit von Software und Informationen) und daraus resultierende Projekte (z. B. Linux und Wikipedia).[3]


1. Einleitung
1.1. Einleitung
1.2. Zielsetzung
1.3. Abgrenzung
1.4. Aufbau


2. Begriffsdefinitionen
2.1. Netzkultur
2.2. Hacker
2.3. Hackerkultur
2.4. Informationsgesellschaft
2.5. Raubkopie


3. Hacker und Raubkopierer in der Informationsgesellschaft
3.1. Informationsgesellschaft
3.1.1. Geschichte der Informationsgesellschaft
3.1.2. Bedeutung der Informationsgesellschaft
3.1.3. Information als Wirtschaftsgut
3.2. Strukturen der Erstellung und Verbreitung von Raubkopien


4. Typen von Raubkopierern
4.1. Release-Szene
4.2. FXP-Szene
4.3. Filesharing-Nutzer


5. Verbreitungswege der Raubkopien
5.1. Warez
5.2. MP3z
5.3. Moviez
5.4. eBookz


6. Bild der Raubkopierer in der Öffentlichkeit
6.1. Raubkopierer in den Medien
6.2. Schadenszahlen in der Öffentlichkeit


7. Formulierung der Thesen
7.1. These A: Die heutige Informationsgesellschaft ist von der Hackerkultur geprägt.
7.2. These B: Raubkopien sind das Produkt einer von der Hackerkultur geprägten Gesellschaft.
7.3. These C: Raubkopierer handeln destruktiv.
7.4. These D: Raubkopierer betrachten Raubkopieren nicht als kriminelles Vergehen.


8. Entstehung der Hacker
8.1. Die ersten Hacker (ab 1955)
8.2. Faszination der Software (1960 – 1975)
8.3. Entstehung der Hackerkultur (1975 – 1980)
8.4. Erste Gruppierungen von Hackern
8.5. Kommerzialisierung der Hardware
8.6. Kommerzialisierung der Software


9. Entstehung der Raubkopierer-Szene
9.1. Entstehung der ersten Cracker (1982 – 1999)
9.2. Die erste Generation
9.3. Cracking Groups
9.4. Qualität der gecrackten Software
9.5. Mitgliederzahl der ersten organisierten Raubkopierer-Szene
9.6. Verbreitung der Raubkopien
9.7. Entwicklung der 2. Generation


10. Elemente der Netzkultur
10.1. Die Idee des Teilens von Software
10.2. Freie-Software-Bewegung
10.3. Open-Source-Bewegung


11. Selbstregulierung statt Kontrolle
11.1. Internet als dezentrales u. freies Netzwerk
11.2. Selbstregulierende Projekte im Internet
11.2.1. Wiki-Konzept und Wikipedia
11.2.2. Open Source Directory Project (ODP) und Weblogs


12. Hacker-Ethik
12.1. Feindbilder der Hacker
12.2. Feindbild IBM
12.3. Feindbild Post


13. Konstruktive Destruktion
Diese Kapitel  wurde unverändert auch in das Buch NO COPY überführt. An dieser Stelle verlinken wir daher auf die Inhalte dort
13.1. Demontage
13.2. Verbesserung
13.3. Kreation


14. Fazit Netzkultur


15. Verhaltenspsychologische Aspekte
15.1. Motivationsfaktoren der organisierten Raubkopierer-Szene
15.2. Motivationsfaktoren der Gelegenheitskopierer


16. Zusammenfassende Bewertung der Thesen
16.1. These A
16.2. These B
16.3. These C
16.4. These D


17. Optionen der Rechteinhaber für einen wirksameren Umgang mit Raubkopierern
17.1. Juristische Mittel
17.2. Kopierschutzmaßnahmen
17.3. Illegale Download-Angebote
17.4. Öffentlichkeitsarbeit
17.5. Resümee


18. Fazit
Literaturverzeichnis
Tabellenverzeichnis
Abbildungsverzeichnis
Danksagung


Quellen:

[1] Gsöllpointner 2000, S. 15.
[2] Ebd.
[3] N.n. 2006 und vgl. de.wikipedia.org/wiki/Netzkultur (Stand: 06.03.2006).

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