Definition von Raubkopie

Was ist eigentlich eine Raubkopie?

Unter Raubkopien werden in dieser Forschungsarbeit Werke (zum Beispiel Software, Musik, Filme, Bücher) verstanden, die gegen geltendes Recht digital vervielfältigt und gegebenenfalls weiterverbreitet werden.

Der Begriff ist umstritten, da ein „Raub“ aus juristischer Sicht ein Verbrechen ist, bei dem unter Androhung oder Anwendung von körperlicher Gewalt ein physisches Gut entwendet wird.[1] Auf Grund der weiten Verbreitung des Begriffs „Raubkopie“ wird er dennoch in dieser Forschungsarbeit verwendet.

Raubkopieren ist somit das Kopieren eines Werks, ohne dass eine lizenzrechtliche Genehmigung des Urhebers vorliegt. Allerdings wird nicht nur die Erstellung einer illegalen Kopie, sondern auch deren Benutzung, die rechtswidrige Weitergabe oder der Verkauf von Raubkopien als Raubkopieren bezeichnet.

Somit sind Raubkopierer die Ersteller von illegalen Kopien. Vor allem in den Szenen organisierter Raubkopierer werden Raubkopien auch als „Warez“ bezeichnet (abgeleitet von der englischen Abkürzung des Begriffs „Software“).[2] Das Ersetzen des Plural-s durch ein ‚z‘ ist Teil eines eigenen Szenejargons.[3] Zum anderen zählen aber auch die sogenannten Gelegenheitskopierer zu den Raubkopierern. Hierunter werden in dieser Forschungsarbeit alle Raubkopierer verstanden, die nicht innerhalb einer organisierten Szene Raubkopien erstellen oder verbreiten, sondern im privaten Bereich zum Beispiel CDs brennen, Raubkopien mit Freunden tauschen oder Internet-Tauschbörsen zum Herunterladen von Raubkopien benutzen.

Verwandte Artikel:


1. Einleitung
1.1. Einleitung
1.2. Zielsetzung
1.3. Abgrenzung
1.4. Aufbau


2. Begriffsdefinitionen
2.1. Netzkultur
2.2. Hacker
2.3. Hackerkultur
2.4. Informationsgesellschaft
2.5. Raubkopie


3. Hacker und Raubkopierer in der Informationsgesellschaft
3.1. Informationsgesellschaft
3.1.1. Geschichte der Informationsgesellschaft
3.1.2. Bedeutung der Informationsgesellschaft
3.1.3. Information als Wirtschaftsgut
3.2. Strukturen der Erstellung und Verbreitung von Raubkopien


4. Typen von Raubkopierern
4.1. Release-Szene
4.2. FXP-Szene
4.3. Filesharing-Nutzer


5. Verbreitungswege der Raubkopien
5.1. Warez
5.2. MP3z
5.3. Moviez
5.4. eBookz


6. Bild der Raubkopierer in der Öffentlichkeit
6.1. Raubkopierer in den Medien
6.2. Schadenszahlen in der Öffentlichkeit


7. Formulierung der Thesen
7.1. These A: Die heutige Informationsgesellschaft ist von der Hackerkultur geprägt.
7.2. These B: Raubkopien sind das Produkt einer von der Hackerkultur geprägten Gesellschaft.
7.3. These C: Raubkopierer handeln destruktiv.
7.4. These D: Raubkopierer betrachten Raubkopieren nicht als kriminelles Vergehen.


8. Entstehung der Hacker
8.1. Die ersten Hacker (ab 1955)
8.2. Faszination der Software (1960 – 1975)
8.3. Entstehung der Hackerkultur (1975 – 1980)
8.4. Erste Gruppierungen von Hackern
8.5. Kommerzialisierung der Hardware
8.6. Kommerzialisierung der Software


9. Entstehung der Raubkopierer-Szene
9.1. Entstehung der ersten Cracker (1982 – 1999)
9.2. Die erste Generation
9.3. Cracking Groups
9.4. Qualität der gecrackten Software
9.5. Mitgliederzahl der ersten organisierten Raubkopierer-Szene
9.6. Verbreitung der Raubkopien
9.7. Entwicklung der 2. Generation


10. Elemente der Netzkultur
10.1. Die Idee des Teilens von Software
10.2. Freie-Software-Bewegung
10.3. Open-Source-Bewegung


11. Selbstregulierung statt Kontrolle
11.1. Internet als dezentrales u. freies Netzwerk
11.2. Selbstregulierende Projekte im Internet
11.2.1. Wiki-Konzept und Wikipedia
11.2.2. Open Source Directory Project (ODP) und Weblogs


12. Hacker-Ethik
12.1. Feindbilder der Hacker
12.2. Feindbild IBM
12.3. Feindbild Post


13. Konstruktive Destruktion
Diese Kapitel  wurde unverändert auch in das Buch NO COPY überführt. An dieser Stelle verlinken wir daher auf die Inhalte dort
13.1. Demontage
13.2. Verbesserung
13.3. Kreation


14. Fazit Netzkultur


15. Verhaltenspsychologische Aspekte
15.1. Motivationsfaktoren der organisierten Raubkopierer-Szene
15.2. Motivationsfaktoren der Gelegenheitskopierer


16. Zusammenfassende Bewertung der Thesen
16.1. These A
16.2. These B
16.3. These C
16.4. These D


17. Optionen der Rechteinhaber für einen wirksameren Umgang mit Raubkopierern
17.1. Juristische Mittel
17.2. Kopierschutzmaßnahmen
17.3. Illegale Download-Angebote
17.4. Öffentlichkeitsarbeit
17.5. Resümee


18. Fazit
Literaturverzeichnis
Tabellenverzeichnis
Abbildungsverzeichnis
Danksagung


Quellen:

[1] Vgl. de.wikipedia.org/wiki/Raubkopie (Stand 1. August 2018).
[2] Vgl. Goldman 2005 (a), S. 24.
[3] Vgl. en.wikipedia.org/wiki/Warez (Stand 1. August 2018).

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