Open Source Directory Project (ODP) und Weblogs

Auch die Suchmaschine Google greift auf ein Produkt zurück, das sich selbst reguliert.

Das Linkverzeichnis Open Directory Project (ODP) wird täglich von freiwilligen Editoren weltweit erweitert.[1] An dem Verzeichnis arbeiten mehr als 69.000 Editoren, die mittlerweile mehr als 5 Millionen Websites einzeln kategorisiert und kommentiert haben.[2] Somit gehört ODP zu den größten von Menschenhand gepflegten „Suchmaschinen“ im Internet. Zudem können automatische Suchmaschinen keine intellektuellen Kommentare über den Inhalt von Websites anbieten.

Kurz nach dem Aufstieg von Wikipedia wurde ein weiteres System entdeckt, das ebenfalls auf Selbstregulierung basiert: Obwohl sie bereits seit langem in kleineren Communitys genutzt wurden, erfreuen sich seit einiger Zeit Weblogs (oder einfach nur Blogs) einer wachsenden Beliebtheit. Blogs sind im Grunde kleine Kolumnen, in die Benutzer (die Blogger) hineinschreiben dürfen. Man kann sich ein Blog wie einen digitalen Notizblock vorstellen. Die Inhalte drehen sich oft um wissenschaftliche, religiöse oder politische Themen, die Beiträge sind von den persönlichen Meinungen Einzelner geprägt. Daher werden Blogs oft als Pamphlete des digitalen Zeitalters bezeichnet.[3] In den letzten Jahren hat sich eine ganze Blog-Gesellschaft gebildet. Inhalte von Blogs verweisen oft mit einem Link auf weitere Blogs. Durch die vielen Querverweise entsteht eine Art Blogverkettung, die zusammen als Blogosphäre bezeichnet wird.[4]


[1] Vgl. Directory.Google.com (mittlerweile aufgelöst – Stand 1. August 2018).
[2] Vgl. dmoz.org (mittlerweile aufgelöst – Stand 1. August 2018).
[3] Vgl. Steinberger 2004.
[4] Vgl. en.wikipedia.org/wiki/Blogs (Stand 1. August 2018).

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