Das ist die Netzkultur

Die Netzkultur, also die die Normen und Werte des Internets, sind von drei Elementen geprägt:

Im Internet existieren zahlreiche Dienste und Projekte, die Elemente der Netzkultur in sich tragen und sie dadurch wiederum weiter verbreiten: Open-Source-Software lebt vom Gedanken des Teilens von Informationen und Programmen, sie ist weitgehend selbstregulierend und spricht den Drang von Programmierern nach Verbesserung und Kreation an. Der Grundgedanke des Teilens und die gemeinsame, digitale Erstellung und Verbreitung von Informationen haben erst Dienste wie Wikipedia oder Weblogs möglich gemacht.

Geschichtlich betrachtet trägt das Internet selbst bereits die Grundgedanken der heutigen Netzkultur in sich. „Die kulturellen Fundamente des Internet, die zu Forschungsnetzzeiten angelegt wurden, sind also – archäologisch betrachtet – eine alte Kulturschicht, jedoch keineswegs verschüttet und abgetrennt vom heutigen Geschehen“.[1] Auf ihr basierend haben sich weitere Projekte entwickeln. Vom ARPANET zu GNU bis hin zu Linux und Wikipedia ­ sobald sich Programmierer und technikfaszinierte Computernutzer innerhalb der Netzkultur bewegen, scheint es nur eine Frage der Zeit, bis die Ideen der freien Software, Selbstregulation und Hacker-Ethik auf sie einwirken, denn um ihr Wissen zu erweitern, ist es für sie wichtig sich mit Gleichgesinnten auszutauschen. Dort, wo dieser Austausch stattfindet, in Internet-Foren, IRC-Chats, oder im Usenet, werden die Werte der Netzkultur besonders eifrig diskutiert und hochgehalten. Hacker, Cracker und begeisterte Programmierer scheinen so immer wieder auf die gleichen Prinzipien zu stoßen und ihnen zu folgen. So ist „das kulturelle Fundament, gebildet aus freiem Datenfluß bei bestmöglicher Konnektivität, eine durchdie [sic] offene Gestalt so überaus resistente Basis, dass sie sich in jedem, auf diesen historischen Fundamenten errichteten Gebäude abbilden wird“.[2]


[1] N.n. 2006 (a).
[2] Ebd.

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