Definition von Hacker

Was ist eigentlich ein Hacker?

Der Brockhaus für Computer und Informationstechnologie unterscheidet lediglich zwischen kriminellen Hackern, die einer destruktiven Tätigkeit nachgehen, und ethischen und politischen Hackern, die ihrer Tätigkeit nachgehen, um ihrem Wunsch nach Informationsfreiheit und einem Grundrecht auf globale, ungehinderte Kommunikation Ausdruck zu verleihen.

Er geht bei der Beschreibung des Begriffs aber nicht auf die geschichtliche Entwicklung der Hacker ein.[1] Die freie Enzyklopädie Wikipedia definiert den Begriff „Hacker“ hingegen vor seinem geschichtlichen Hintergrund (auf diesen wird in Kapitel 8 dieser Arbeit eingegangen). Hiernach ist ein Hacker ein „überaus talentierter Computerspezialist, der Sicherheitsbarrieren überwinden und in fremde Systeme eindringen kann“.[2] Der destruktive Akt steht hier nicht im Vordergrund. Hacker ist vielmehr „Synonym für jemanden, der die Technik beherrscht, und sich nicht von ihr beherrschen lässt“.[3]

Außergewöhnliche technische Fähigkeiten

Dabei können sogar Personen als Hacker bezeichnet werden, die über außergewöhnliche Fähigkeiten auf einem bestimmten Gebiet oder ein ausgeprägtes Improvisationstalent verfügen, ohne dass sich dies auf das Gebiet der Computertechnik beziehen muss. Eine umfassende Beschreibung des Begriffs „Hacker“ findet sich im Jargon-File, dem größten Kompendium des Hacker-Jargons, wieder.[4] Aus diesem leitet sich die Definition für diese Forschungsarbeit ab:

Ein Hacker ist ein enthusiastischer, schneller und effizienter Programmierer, vor allem jedoch ein talentierter und technikbegeisterter Computerspezialist, der einerseits ein Problem durch innovative und kreative Ausschöpfung der Möglichkeiten am Computer zu lösen versucht, und andererseits die Grenzen des Computers durch experimentelles Vorgehen, durch Demontage, Verbesserung und Kreation durch Programmieren oder technisches Basteln auszureizen gewillt ist.


[1] Vgl. N.n. 2003 (a).
[2] http://de.wikipedia.org/wiki/Hacker (Stand: 03.03.2006).
[3] Ebd.
[4] Vgl. N.n. 2006 (b).

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