Warez

Was sind eigentlich Warez?

Die freie Enzyklopädie Wikipedia definiert den Begriff Warez folgendermaßen: „Warez (pronounced like the word wares (…) is a derivative of the plural form of ’software‘. It refers primarily to copyrighted material traded in violation of its copyright license“.[1]

Obwohl der Begriff Warez häufig auch für kopierte Musik-CDs oder Film-DVDs benutzt wird, sind damit auch in der organisierten Raubkopierer-Szene vor allem Software-Kopien gemeint. Die Entstehung des Begriffs liegt mehr als zwanzig Jahre zurück. Anfang der 80er Jahre haben sich die ersten Cracking Groups dazu spezialisiert, sogenannte Warez zu knacken zu und zu verbreiten. Zu dieser Zeit war es im Grunde nur möglich Software (Anwendungsprogramme und Computerspiele) zu verbreiten.[2], da es noch keine digitalen Filmformate wie DiVX oder MP3-Musikdateien gab, die das Tauschen über gewöhnliche Telefon-Datenleitungen ermöglichten. Das bekannte MP3-Format vom Fraunhofer-Institut für Integrierte Schaltungen in Erlangen (IIS) 1987 eingeführt[3], das Format DiVX, das das Tauschen von Filmen für die Piraterie erst attraktiv machte wurde vom Hacker Jerome Rota erst 1999 entwickelt.[4]

Warez teilen sich in zwei Bereiche auf. Es gibt zum einen die Anwendungsprogramme, wie zum Beispiel Textverarbeitungs-Software. Solche werden im Jargon der Szene Appz genannt (vom englischen Wort für Anwendung, Application), Computerspiele dagegen werden als Gamez bezeichnet.[5] Auch das FBI teilt bei ihren Ermittlungen gegen die Szene die zwei Bereiche der Warez in „software“ und „games“ auf.[6]


[1] Vgl. http://en.wikipedia.org/wiki/Warez (Stand: 03.03.2006).
[2] Vgl. Walleij (a), S. 38 ff.
[3] N.n. 2003 (a), S. 597.
[4] Bodmer 2004.
[5] Vgl. http://en.wikipedia.org/wiki/Warez (Stand: 23.02.2006)
[6] N.n. 2004 (k).

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